Betreiber kritisiert Stadt Aus für die Kostbar in Fürstenau

Von Christian Lang

Aus für die Kostbar in Fürstenau: Betreiber Günter Brinkmann hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass er das Projekt in der Stadt nicht weiter verfolgen wird. Foto: SchwietertAus für die Kostbar in Fürstenau: Betreiber Günter Brinkmann hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass er das Projekt in der Stadt nicht weiter verfolgen wird. Foto: Schwietert

Fürstenau. Aus für die Kostbar in Fürstenau: Betreiber Günter Brinkmann hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass er das Projekt in der Stadt nicht weiter verfolgen wird. Er beklagt sich über die mangelnde Unterstützung der Gemeinde.

Die Kostbar in Fürstenau stand schon zu Beginn unter keinem guten Stern. Zunächst mussten die Betreiber Günter und Andrea Brinkmann die Eröffnung der Gaststätte wegen eines gerissenen Heizungsrohres und eines Schadens an der Heizung selbst verschieben. Das Ehepaar wollte ursprünglich zum 31. März neben dem Saal auch ein Restaurant sowie eine Lounge in Betrieb nehmen.

Ende März konnte dann schließlich zumindest der Festsaal eröffnet werden – mit einem „Oster-Einläuten“. Laut Günter Brinkmann war die Party ein „voller Erfolg“, wie er im Gespräch mit unserer Redaktion betonte. Rund 400 Gäste waren demnach vor Ort, um bei 90er-Musik eine rauschende Party zu feiern. Weitere Veranstaltungen sollten im April folgen. Doch die musste das Ehepaar absagen. Bei Veranstaltungen mit mehreren Hundert Gästen müssten demnach die Sicherheitsvorkehrungen noch weiter erhöht werden – unter anderem im Bereich des Brandschutzes, erläutert der Betreiber.

Die baurechtlichen Schwierigkeiten waren aber nicht das einzige Problem, mit dem sich die Betreiber herumschlagen müssen. Wie Günter Brinkmann erzählte, seien nach dem „Oster-Einläuten“ diverse Unwahrheiten über die Feier in Umlauf gebracht worden.

Unvorhersehbare Kosten

Noch Ende April hoffte er, im Juni den Saal und zugleich auch das Restaurant und die Bar eröffnen zu können. Daraus wird aber nichts. Am Mittwoch gab Brinkmann auf der Facebook-Seite der „Kostbar“ bekannt, dass er und seine Ehefrau „aufgrund vielerlei Ungereimtheiten und unvorhersehbarer Kosten das Projekt nicht mehr weiter verfolgen werden“. Im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt der Betreiber, dass die zahlreichen Umbauten, um die brandschutzrechtlichen Vorschriften zu erfüllen, letztlich viel zu teuer geworden wären.

„Wir bedauern diesen Schritt zutiefst. Dieser ist für uns aber unumgänglich, um weiteren Schaden zu vermeiden“, heißt es vonseiten Brinkmanns. Das Ehepaar habe Fürstenau etwas „Großes schenken“ wollen, „doch wirklich gewürdigt oder unterstützt hat uns von den wichtigen Stellen niemand“, betont Günter Brinkmann. Von der Stadt habe ihm die Unterstützung gefehlt, sagt er.

Das Projekt Kostbar wollen die Eheleute weiter verfolgen – wenn auch nicht in Fürstenau. An einem anderen Ort solle die Kostbar neu eröffnet werden, so Brinkmann. Wo dieser Ort sein wird, verrät er noch nicht. Nur so viel: „Er ist weit weg von Fürstenau!“