Waldbegehung der Tischlerinnung Mit dem Förster durch den Fürstenauer Pottebruch

Von Maria Kohrmann-Unfeld

Wie gut es um die Wälder der Markgenossenschaft Fürstenau bestellt ist, erklärte Revierförster Hermann Böhnisch (rechts) den Tischlern vor Ort. Foto: Maria Kohrmann-UnfeldWie gut es um die Wälder der Markgenossenschaft Fürstenau bestellt ist, erklärte Revierförster Hermann Böhnisch (rechts) den Tischlern vor Ort. Foto: Maria Kohrmann-Unfeld

mkun Fürstenau. Vor der Jahreshauptversammlung der Tischlerinnung Bersenbrück lud Obermeister Josef Hemme seine Kollegen zu einer Waldbegehung durch den Pottebruch mit Hermann Böhnisch, dem Revierleiter des Forstamtes Ankum, ein.

„Ich bin der Mann, der die forstliche Konzeption im Wald umsetzt und auch zuständig für die Markgenossenschaft Fürstenau, der dieser Wald gehört“, begann Hermann Böhnisch seinen Vortrag. Zum Forstamt Ankum gehören acht Förstereien, die insgesamt 12.000 Hektar Wald betreuen. „Der Pottebruch ist ein fantastisch schöner Wald mit allen Baumarten, die man sich vorstellen kann“, schwärmt Böhnisch. Eichen, Fichten und Kiefern bilden die Hauptbaumarten. Auch „Tischlerware“ entwickle sich hier und wurde bis vor einigen Jahren noch von Tischlern aus der Region direkt vor Ort gekauft. Die Eiche leide unter Trockenheit, Frühjahrsfrost und Schädlingen, wie dem Frostspanner und dem Eichenwickler. Der Eichenprozessionsspinner komme hier allerdings noch nicht vor.

Nachhaltige Bewirtschaftung

Die Niedersächsichen Landesforsten wie auch die Markgenossen haben sich für die PEFC-Zertifizierung (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) entschieden. Dabei geht es um die stetige Verbesserung nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Holz und Holzprodukte mit dem PEFC-Zeichen entstammen nachweislich aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Forstwirtschaft. Zum Beispiel dürfe der Wald nicht großflächig befahren werden. Hermann Böhnisch wies in diesem Zusammenhang auf den vorgeschriebenen Rückegassenabstand von mindestens 20 Metern hin. Zudem werde nur ausgebildetes Personal bei Waldarbeiten eingesetzt, und der Einsatz von Pestiziden werde weitestgehend eingespart. Es handelt sich bei den PEFC-Standards um strenge Richtlinien, die regelmäßig überprüft werden. Der Pottebruch sei zum FFH-Gebiet erklärt worden. Das sind spezielle Landschaftsschutzgebiete, die nach den Fauna-Flora-Habitat-Richtlinien ausgewiesen wurden.

„Wir sind lieferbereit“

Für die Markgenossenschaft Fürstenau bilde die Eiche ein besonderes Standbein. So ein Baum solle möglichst gradschäftig, vollholzig und astfrei sein und auf Brusthöhe einen Durchmesser von 80 Zentimeter aufweisen. Aber in der Möbeltischlerei gebe es auch den Trend zur „astreichen Eiche“ oder zur „Katzenpfötchen-Eiche“. „Als Forstverwaltung sind wir lieferbereit“, erklärte der Revierförster abschließend.