Pläne für die St.-Georgstraße 5 Übernimmt Fürstenauer Heimatverein Dorfmüller-Haus?

Von Jürgen Schwietert

Das erhaltenswerte Dorfmüller-Haus an der St.-Georgstraße hat eine lange Geschichte. Foto: Jürgen SchwietertDas erhaltenswerte Dorfmüller-Haus an der St.-Georgstraße hat eine lange Geschichte. Foto: Jürgen Schwietert

jesc/pm Fürstenau. In der Altstadt Fürstenau gibt es mehrere historische Gebäude, die auf eine Sanierung warten. Dazu gehört auch das Haus an der St.-Georgstraße mit der Nummer 5. Hier könnte sich in den kommenden Monaten eine Lösung abzeichnen.

Seit Langem wird das alte Fachwerkhaus an der Georgstraße nicht mehr genutzt. Es ist stark sanierungsbedürftig; die historische Fachwerkfassade derzeit verkleidet, der Giebel durch Anker gesichert und das Gefache marode. Ein Abriss kommt dennoch nicht in Frage. Zum einen wendet sich der Denkmalsschutz dagegen. Zum anderen würde noch eine Lücke im historischen Stadtbild entstehen. „Es zu erhalten und zu restaurieren dürfte eine besondere Aufgabe sein“, merkte der Fürstenauer Stadthistoriker Karl-Heinz Dirkmann an. Von der Stadtverwaltung sei angeregt worden, hieraus ein Heimathaus zu machen.

Räume für Ausstellung und Archiv

In Frage käme dafür als Besitzer der Heimatverein Fürstenau. Der könnte ein solches Projekt aber nur realisieren, wenn die Voraussetzungen stimmten, wie der Verein betont. Das Gebäude müsse sich als Heimathaus nutzen lassen und zumindest über einen großen Ausstellungs- und Versammlungsraum sowie Archivräume und modernisierte Sanitäranlagen verfügen. Das Problem: Der Heimatverein hat nicht die notwendigen finanziellen Mittel und ist somit auf entsprechende Zuwendungen angewiesen. Gleichwohl werde er Möglichkeiten zur Übernahme ausloten, so der Vorstand.

Gebäude bereits 1599 erwähnt

Das Gebäude hat eine lange und interessante Geschichte. In den alten Abgabelisten der Stadt Fürstenau wird das Haus bereits 1599 erwähnt. Es dürfte in der Zeit der Ausbauphase der Stadt, die ab 1550 einsetzte, entstanden sein. Als damaliger Besitzer wird Wall Gebbecke geführt. Es folgten viele weitere Eigentümer – unter vielen anderen von 1803 bis 1867 Dr. Friedrich Dorfmüller, der eine Fürstenauer Gesundheitsgeschichte veröffentlichte und nach dem das Haus bis heute benannt wird. 1949 wurde dann Willy Dreyer Eigentümer. Ob er später das Haus direkt an die Familie Meurer verkauft hat oder ob es noch weitere Besitzer gab, ist nicht bekannt.