Spannender Projekttag Fürstenauer Benedikt-Schüler lernen Judentum kennen

Von Jürgen Schwietert

Gar nicht so leicht: Die Kinder versuchen, auf dem Schofar (jüdisches Ritualhorn) zu blasen. Foto: Jürgen SchwietertGar nicht so leicht: Die Kinder versuchen, auf dem Schofar (jüdisches Ritualhorn) zu blasen. Foto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. Mit dem jüdischen Glauben beschäftigten sich bei einem Projekttag die Schüler der Benedikt-Grundschule. Sie lernten eine Menge über die jüdische Geschichte, über die Entstehung der Religion und das Brauchtum der Juden kennen.

Die Zweit- bis Viertklässler der Benedikt-Grundschule waren mit Eifer und Motivation bei der Sache. Der Alltag, aber auch die Feiertage, besonders der Sabbat eines Bürgers jüdischen Glaubens, wurden lebendig. Inessa Goldman, Helena Brox und Alexander Ginsburg von der Jüdischen Gemeinde Osnabrück sowie der Vorsitzende des Vereins Judentum begreifen, Aloys Lögering, vermittelten Informationen zur Religionsausübung und die dazu gehörigen rituellen Gegenstände. Im gemeinsamen Unterricht lernten die Kinder etwas über die Ursprünge des jüdischen Glaubens, aus dem auch das Christentum hervorgegangen ist. Kurz angeschnitten wurde auch die Verfolgung der Juden in der Zeit der Nazidiktatur (Holocaust) und die Entwicklung der Jüdischen Gemeinde Osnabrück nach 1945. Sodann ging es um die Gegenstände, die mit dem jüdischen Glauben in Verbindung stehen, in erster Linie um die Tora.

Einladung zum Besuch der Synagoge

Die Tora-Rolle enthält die fünf Bücher Mose, die auch im Alten Testament in der Bibel zu finden sind. Sie ist der erste Teil des Tanach, der hebräischen Bibel. Die Referenten gingen auch auf den Toraschmuck ein. Hierzu gehören Torawimpel, Toramantel, Toraschild, Zeigestab und Torakrone oder zwei kleine Krönchen. Eines der wichtigsten Symbole des Judentums ist die Menora, der siebenarmige Leuchter, der sich nach den Worten der Bibel bis auf Mose zurückführen lasse. Auch über die Kippa, eine kleine, flache Kopfbedeckung der jüdischen Männer, die während religiöser Handlungen getragen wird, wurde informiert. Danach ging es in Arbeitsgruppen um koscheres Kochen, um Malen und Gestalten, um Masken zum Purimfest und um jüdische Spiele, darunter Dreidel. Die Kinder hatten die Möglichkeit, ihren Namen auf hebräisch zu schreiben. Und eine Einladung zum Besuch der Synagoge in Osnabrück gab es auch. Die Idee, sich mit dem Judentum zu beschäftigen, hatte Lehrerin Stephanie Geers, die das Projekt auch betreute.