Mord bei Stromausfall Restruper Kriminale sorgt für spannenden Abend

Von Peter Selter

In verteilten Rollen lasen jetzt die Krimiautoren Harald Keller (von links), Melanie Jungk und Tina Schick in Restrup aus ihren WerkenIn verteilten Rollen lasen jetzt die Krimiautoren Harald Keller (von links), Melanie Jungk und Tina Schick in Restrup aus ihren Werken

Restrup. Unterstützt vom Aktionschor „SoLaLa“ und den Künstlern des Kulturvereins Lift erlebten die Besucher der „Restruper Kriminale“ einen kurzweiligen Abend. Aus ihren Werken lasen die Krimiautoren Melanie Jungk, Tina Schick und Harald Keller.

Gerade erst hatte Harald Keller seine Lesung über die schaurigen Ereignisse einer Gruppe junger Studenten auf ihrem Weg durch die Maiburg in einer Halloween-Nacht berichtet, da fielen die Mikrofone mehrmals aus, schließlich war der Strom für einige Zeit ganz weg. Die krimierfahrenen Gäste hatten ihren besonderen Spaß daran, waren in der Kriminalgeschichte zuvor doch durch einen „Elektromagnetischen Impuls“, oder was auch immer, ebenfalls alle technischen Geräte ausgefallen. In verteilten Rollen lasen die drei Autoren aus ihren Büchern. Harald Kellers „Halloween – Horrornacht mit dem Holenkerl“ sorgte für ein düsteres Gruseln und ließ die Zuhörer mit vielen Details den „Holenkerl“, dem „listigen Schalk, der sich an deiner Angst weidet“, so der Autor, quasi vor Augen treten.

Die Maiburg als idealer Schauplatz

Auch Melanie Jungk wählte als Schauplatz für ihren Roman „Maiburgmord“ die Maiburg, das geschichtsträchtige weitläufige Waldstück zwischen Schwagstorf und Bippen. Wegen der zahlreichen örtlichen Details in der Geschichte konnten die Zuhörer immer wieder die tatsächliche Umgebung in der Maiburg und in Bippen wiedererkennen. Dafür, dass es ein großer Krimiabend wurde, sorgten auch die Sängerinnen und Sänger des Aktions-Chors SoLaLa unter der Leitung von Jürgen Zimmermann. Eigens einstudierte „Mord-Songs“ boten stimmungsvolle Abwechselung zwischen den fesselnden Geschichten. Tina Schick wiederum führte in ihrem Kriminalroman „Osnabrücker Deadlines“ die Spur des Mörders von Osnabrück über Ueffeln in die Maiburg und ließ die Zuhörer an der Suche nach einem gemeinsamen Muster für die mehrfachen Morde teilhaben.

Knapp dreistündiges Programm

Für humorvolle Einlagen sorgten die Mitglieder des Kulturvereins Lift, die einen Schwiegermutter-Mörder in einer Gerichtsverhandlung zu Wort kommen ließen oder nach Falkos „Drah‘ di net um“ ihre Choreografie präsentierten. Nach dem knapp dreistündigen Programm endete schließlich ein abwechslungsreicher und spannender Krimiabend mit dem Lied von Bill Ramsey: „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“. Und was im Lied für „Mimi“ gilt, traf auf die Gäste in Restrup natürlich ebenfalls zu.