Ein Eventwochenende 40. Wanderritt in Berge

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Berge. Jetzt reiten sie wieder: Der Zucht-, Reit- und Fahrverein Berge bereitet den 40. Berger Wanderritt vor. Stattfinden soll er zu Pfingsten. Eines der ältesten Eventwochenenden des Altkreises Bersenbrück wandelt und erneuert sich immer wieder.

Wanderritt klingt nüchtern für ein Ereignis, das seine Anhänger Jahr für Jahr zelebrieren und genießen: Pferdefreunde aus ganz Deutschland kommen für ein Wochenende nach Berge. Manche treffen schon früher ein, doch spätestens am Freitagabend müssen die Pferde und Ponys aufgestallt sein vor dem Stelldichein der Wanderreiter im Berger Heimathaus. In lockerer Runde werden dort die Gruppen eingeteilt, die mit kundigen Führern an der Spitze anderntags ab 9 Uhr von der Berger Reithalle nacheinander zu einer 25 Kilometer langen Tour durch das bewaldete Hügelland rund um Berge aufbrechen. Den Kindern und ihren Ponys ist eine Gruppe vorbehalten, mittlerweile gibt es eine Radlergruppe, Kutschen fahren mit, seit vergangenem Jahr ist ein Planwagen für Zuschauer dabei.

Ein „Marketenderwagen“ fährt voraus, berichtet Organisatorin Anita Schulte zu Holsten. Er bereitet das „Milchfrühstück“ für den ersten Pausenstopp vor, fährt danach andere Haltepunkte an. Mittags treffen sich alle Gruppen an einem Punkt zu einer ausgiebigen Essenspause. Gegen 16 Uhr treffen die Teilnehmer nach und nach wieder an der Reithalle ein. Sie versorgen ihre Tiere, ziehen sich um und treffen sich abends zum Essen, Klönen und Tanzen. Nach der Partynacht geht es anderntags eben eine Stunde später in den Sattel. Und am Sonntag wird auch eine zehn Kilometer kürzere Strecke geritten, damit alle am frühen Nachmittag beim Ausklang mit Grillen und Kaffeetafel an der Reithalle dabei sein können und danach genug Zeit bleibt zur Rückfahrt etwa nach Unna oder nach Chemnitz.

Ausritte zur Vorbereitung

Initiatoren des Wanderritts waren 1979 die Eheleute Heiner und Renate Pospiech. Sie hatten ein Jahr zuvor am Soltauer Heideritt teilgenommen und begeisterten Berger Reiter dafür, insbesondere ihren Doyen Arnold Triphaus. Zunächst unterstützte der Fremdenverkehrsverein Maiburg die Aktion noch. Als er sich auflöste, machte der Zucht-, Reit- und Fahrverein Berge mithilfe der Gemeinde weiter.

Die ersten zehn Jahre suchte Arnold Triphaus die Wege für Wanderreiter aus, der langjährige Vorsitzende des Vereins. Mittlerweile kümmert sich ein kleines Organisationsteam um die umfangreichen Vorbereitungen, die auch ihre angenehmen Seiten haben: Auf Ausritten tüftelt die Truppe neue Routen aus, die bis hinunter ins Hahnenmoor führen können. Die Fürstenauer Höhen haben viele reizvolle Ecken zu bieten. Die Wanderreiter lieben Abwechslung, aber Route, Zeitplan und Pausenpunkte müssen zusammenpassen.

Ähnlich den großen Fuchsschwanz- und Parforcejagden nahmen zeitweilig bis zu hundert Pferdefreunde am Wanderritt teil. Genau wie dort ist die Zahl mittlerweile geschrumpft – auf etwa 40 Teilnehmer pro Jahr.

Trotzdem machen sich die Organisatoren um Nachwuchs kaum Gedanken. Die größte der fünf Teilnehmergruppen, berichten sie, sei stets die Ponygruppe mit den Jüngsten.


Mehr Informationen und Anmeldungen auf www.reitverein-berge.de und bei Anita Schulte zu Holsten, Telefon 05462/8951.

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