Wenig Wasser, aber viel Lob Feuerwehren proben den Ernstfall in Bippen

Von Jürgen Schwietert

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Bippen. Übung macht den Meister. Das gilt auch für die Feuerwehren. Deshalb probten nun die Blauröcke aus Bippen, Ohrtermersch/Ohrte und Vechtel den Ernstfall.

„Es brennt ein Landwirtschaftsgebäude“ – so lautete die Ausgangslage. Die Sirenen gingen und die Feuerwehrleute eilten nach Hartlage auf den Hof Upmann am Bramberg. Nahezug zeitgleich trafen die drei alarmierten Feuerwehren am Einsatzort ein. Hier der schickte der stellvertretende Ortsbrandmeister Holger Wissmann die Einsatzkräfte an die Arbeit, um den aus dem Brand einer landwirtschaftlichen Maschine resultierenden Scheunenbrand schnell unter Kontrolle zu bringen.

Szenario: Drei Kinder in der brennenden Scheune

Kurzfristig wurde das Szenario verschärft. Es galt jetzt auch, unter schwerem Atemschutz mit Nina, Sarah und Christin drei vermisste Kinder aus der Scheue zu retten. Nina konnte sich selber in Sicherheit bringen. Und so waren es nur noch zwei. Mehrere Trupps rüsteten sich entsprechend aus. Ein Trupp ging zur Personensuche mit C-Schlauch und Strahlrohr in das Gebäude hinein, fand nach intensiver Suche die beiden Mädchen und übergab sie wartenden Kameraden, die sie zur Verletztensammelstelle begleiteten. Parallel hierzu wurde die Einsatzleitung aufgebaut, Einsatzabschnitte festgelegt sowie eine Funkkanaltrennung zur optimalen Arbeit durchgeführt.

Hydrant gelangt bei der Übung an Auslastungsgrenze

Aufgabe der Bippener Feuerwehr war es, die Wasserversorgung von einem nahe gelegenen Unterflurhydranten aufzubauen, den Brand zu bekämpfen und abzuriegeln. Im rückseitigen Einsatzabschnitt sorgten die Feuerwehren aus Ohrtermersch/Ohrte und Vechtel dafür, dass sich der Brand nicht ausbreiten konnte. Dabei wurden alle fünf eingesetzten Rohre aus nur einem Hydranten gespeist, der dabei an seine Auslastungsgrenze gelangte. Und so stand fest, dass im Ernstfall eine weitere Wasserversorgung erforderlich ist. Sie könne von in der Nähe liegenden Teichen her mit B-Schläuchen oder mithilfe eines Pendelverkehrs aufgebaut werden. Übungsleiter Wilfried Peters und der stellvertretende Gemeindebrandmeister Stefan Brüwer beobachteten die Übung kritisch. „Am ersten Rohr war schnell Wasser“, lobte Brüwer, aber die Wasserversorgung ist so nicht ausreichend.“

Alle drei Feuerwehren etwa gleichzeitig vor Ort

Zum Abschluss der Übung sprach Wilfried Peters der Familie Upmann ein Dankeschön dafür aus, hier üben zu dürfen. Und mehrere Fragen wurden auch geklärt. Bei einem Einsatz sind die drei Feuerwehren in etwa gleichzeitig vor Ort. Und die Personalstärke erwies sich ebenfalls als zufriedenstellend. Bei der Manöverkritik im Feuerwehrhaus in Bippen ging Ortsbrandmeister Peters auf die Gründe, diese Übung geheim zu fahren, ein. Nur hierdurch sei es möglich gewesen, einige der Fragen zur Anrückezeit und Personalstärke zu klären. Ein Lob gab es für die kompetente Abarbeitung der Aufgaben und für die feuerwehrübergreifend gelungene Arbeit.


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