DDR-Fahrzeug restauriert Die Leidenschaft eines Schwagstorfers für Feuerwehroldtimer

Von Catharina Hövermann

Es gibt immer etwas zu tun: Stefan Brüwer bei der Reparatur des Feuerwehroldtimers Robur. Foto: Catharina HövermannEs gibt immer etwas zu tun: Stefan Brüwer bei der Reparatur des Feuerwehroldtimers Robur. Foto: Catharina Hövermann

cah Schwagstorf. Stefan Brüwer und seine Leidenschaft für die Reparatur von Feuerwehroldtimern sind untrennbar miteinander verbunden. Die Geschichte hinter einem Löschgruppenfahrzeug des Typs Robur aus der ehemaligen DDR hat ihn besonders beschäftigt.

Als gelernter Kfz-Mechaniker, Schlosser auf dem Bauhof der Samtgemeinde Fürstenau und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist der 51-jährige mit der Technik und den Bestandteilen eines Feuerwehrautos bestens vertraut. So kam es, dass er 2016 in dem Fahrzeughandel Hofschröer in Neuenkirchen/Bramsche die Entdeckung des Feuerwehroldtimers Robur machte, der bereits mehrere Monate nutzlos auf dem Hof stand und eine Restauration dringend nötig hatte.

1985 zugelassen

Wie er erfuhr, stammt der 1985 erstmals zugelassene Robur ursprünglich aus den ostdeutschen VEB Robur-Werken Zittau und unterstand somit der DDR-Partei-und Staatsführung. Die Gründung volkseigener Betriebe erfolgte damals nach dem Vorbild der Eigentumsform in der Sowjetunion. Während der 30-jährigen Bauzeit blieben Konstruktion und Äußeres im Wesentlichen unverändert. Die erste Restauration wurde 2006 in Mecklenburg-Vorpommern von den Carlower Feuerwehrleuten Norbert Pautz, Gerd Winck und Jürgen Arp vorgenommen. Sie bauten das während der Jahre beschädigte Löschfahrzeug aus zwei Oldtimern- einem bereits von zwei Nachbarwehren ausgemusterten Robur (Baujahr 1986) und ihrem eigenen Oldtimer gleichen Typs, Baujahr 1969, wieder zusammen.

Den letzten Schliff gegeben

Über das Brandenburger und Osnabrücker Land kam das einsatzbereit gemachte Feuerwehrauto dann in den Besitz des Fahrzeugshandels Hofschröer, wo Stefan Brüwer die Restauration weiter fortführte. Mit der Erneuerung der Pumpe und der Komplettierung der Feuerwehrtechnik gab er dem Fahrzeug den letzten Schliff. Letztendlich könne man aber sagen, dass Oldtimer nie vollständig ausrestauriert seien, so Brüwer. Es gibt somit immer etwas zu tun.

Dem Feuerwehr-Oldtimer-Club in Fürstenau, in dem Stefan Brüwer selbst Mitglied ist, gab er dann die Möglichkeit, den Robur für seine Zwecke zu nutzen. Heute befindet er sich in der Halle des FOCF-Clubs auf dem Gelände des Freizeit- und Ferienpark Fürsten Forest. Der Club nimmt den Robur zu verschiedenen Oldtimertreffen mit. Erst kürzlich konnte er bei der Frühlingsmeile in Fürstenau bewundert werden. Im Juni steht er dann in Bad Iburg bei der Landesgartenschau bereit.