Frühlingsfest mit Versteigerung Herzensangelegenheiten in Restrup unter dem Hammer

Von Lena Kolde

Starauktionator „Willi L.“ alias Willi Lieverscheidt (rechts) präsentierte gemeinsam mit seinem Assistenten Jan Soenksen die „Herzensangelegenheiten“, zu denen unter anderen diese „Putte mit Bild“ gehörte. Foto: Lena KoldeStarauktionator „Willi L.“ alias Willi Lieverscheidt (rechts) präsentierte gemeinsam mit seinem Assistenten Jan Soenksen die „Herzensangelegenheiten“, zu denen unter anderen diese „Putte mit Bild“ gehörte. Foto: Lena Kolde

Bippen. Mit einer großen Versteigerungsaktion wurde das Frühlingsfest im Theatersaal Restrup eröffnet. Unterhaltsam präsentierte Starauktionator „Willi L.“ die „Herzensangelegenheiten“, um die das Publikum bieten konnte.

Auf langen Tischen waren die mitgebrachten Schätze für die Auktion im Theatersaal Restrup verteilt. Somit hatten die Gäste zunächst erst einmal die Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen alle Stücke genauestens zu begutachten. Und da gab es einiges zu entdecken: Ob besonders verzierte Lampen, Kunstwerke, Instrumente, Kleidung oder alte Haushaltsgeräte. Die Auswahl der Versteigerungsobjekte, die von jedem mitgebracht werden konnten, schien vielversprechend. Jedoch war auch das eine oder andere Fragezeichen im Gesicht der Besucher zu beobachten.

Lockere Sprüche von Willi Lieverscheidt

Zu einzelnen Gegenständen brauchte es also doch die Erklärung des Starauktionators „Willi L.“, der schließlich mit der Versteigerung begann. Nachdem er zunächst ein Keyboard und eine „Putte mit Bild“ an den Mann und die Frau brachte, ging das gegenseitige Überbieten im Publikum bei 40 Klassik-CDs zum Einstiegspreis von einem Euro erst richtig los. Bis schließlich bei dem Höchstgebot von zwölf Euro mit dem typischen „Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten“, dem Schlagen des großen Holzhammers und dem Ertönen der Klingel der Kauf besiegelt wurde. Zu allen Gegenständen fand Willi Lieverscheidt von der Compagnia Buffo einen lockeren Spruch. So erklärte er kurzerhand die Funktionsweise der antiken Wäscheschleuder, die schließlich für zwei Euro versteigert wurde. Und auch das „Expressionistische, existenzielle Bild der Frau“ bewarb er mit voller Überzeugung: „Leute, da bezahlt ihr normalerweise 1000 Euro für“, bevor er es für zehn Euro aus der Hand gab. Nachdem die Kaffeemaschine keine Abnehmer fand, überzeugte „Willi L.“ seine Gäste, dass die Unterwasserkamera aber wirklich jeder brauche.

Premiere war ein voller Erfolg

„Fünf Euro für das Unding aus Porzellan“, stellte er kurz darauf ein vasenartiges Gestell vor, dessen Nutzen aber auch ihm selbst nicht ganz klar wurde. Und so kam es immer wieder zu Lachern und interessanten Überlegungen im Publikum. Auch der Auktionator selbst bot schließlich seine Lederhose mit passender Jacke an. Als er diese vorführte, war das Publikum allerdings der Meinung, dass die Jacke ihm am besten stand. „Behalten“, tönte es daher überzeugend laut im Saal. Dafür bot „Willi L.“ bei einem fahrbaren Keramiktopf und einem Stuhl mit Lehne selbst erfolgreich mit. Das Highlight folgte schließlich ganz am Ende, als Ann-Kristin Wissmann ihren Hahn zur Versteigerung anbot. Willis Assistent Wilfried Schneider verkündete den Einstiegspreis von einem Euro und die Bedingung, die mit der Ersteigerung einherging: „Der Hahn soll eines natürlichen Todes sterben, er darf also nicht geschlachtet werden.“ Und so fand auch dieser einen liebevollen Abnehmer. Schließlich waren sich Besucher und Veranstalter einig, dass diese erstmalig durchgeführte Auktion ein voller Erfolg war. Zum Abschluss wurde sich dann am Bratwurststand gestärkt, bis gegen 20 Uhr das nächste Highlight folgte. Die Musikerinnen von Voices on the Rocks rockten mit schrillen Outfits und bekannten Hits aus verschiedenen Kultmusicals die Bühne bis in den späten Abend.