Serie: Gesund leben! Bippener Gesundheitsexpertin gibt Ernährungstipps

Von Lena Kolde

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In ihrem Büro in Bippen bietet Monika Rahimi ihren Patienten individuelle Lösungen für eine gesunde Ernährungsweise. Foto: Lena KoldeIn ihrem Büro in Bippen bietet Monika Rahimi ihren Patienten individuelle Lösungen für eine gesunde Ernährungsweise. Foto: Lena Kolde

Bippen. Die richtige und somit gesunde Ernährung zu finden, ist eine oft schwierige Herausforderung. Um sich dieser stellen zu können, bietet die Diplom-Ökotrophologin und Gesundheitspädagogin Monika Rahimi aus Bippen Unterstützung.

„Natürlich gibt es viele Informationen zu dem Thema Ernährung. Diese Vielzahl von Ratgebern kann jedoch auch zur Verunsicherung führen, und es mangelt oftmals an der richtigen Umsetzung“, so die Ernährungsexpertin aus Bippen, die nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung zur Diätassistentin machte. Mittlerweile bietet Monika Rahimi unter anderem Projekte zur Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten, Schulen und Betrieben an, hält Vorträge und betreut Patienten bei einer Ernährungsberatung oder -therapie. Die Sitzungen können von den Krankenkassen bezuschusst werden. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass die Beratung für jedermann angeboten wird. Vom Abnehmen bis zur Ernährung in der Schwangerschaft, können hier alle Themen aufgegriffen werden. Die Therapie wird dagegen vom Arzt verschrieben, beispielsweise bei Erkrankungen.

Ernährung konsequent ändern

Durch die konsequente Ernährungsumstellung könnten Beschwerden gelindert oder sogar Medikamente reduziert werden. Dabei sieht sie dieses Angebot als Ergänzung zur ärztlichen Beratung. „Ziel ist es, den Patienten zu helfen, die neue Ernährungsweise auch in ihren Alltag zu integrieren“, beschreibt Monika Rahimi. Oftmals liege hier das Problem. Die meisten Menschen wüssten über gesunde und ungesunde Lebensmittel Bescheid, jedoch reiche nur dieses Wissen nicht aus. Normalerweise wisse jeder, dass es ungesund ist, ein Frühstück auszulassen, doch die Integration im hektischen Alltag sei schwer.

Oft erschweren Gewohnheiten die Umstellung

Im Gespräch findet die Bippenerin diese Probleme heraus, sei es das unbewusste Essen nebenbei oder stellenweise ungesunde Angebote in einer Kantine. „Manchmal fahre ich auch mit den Patienten einkaufen, um Alternativen aufzuzeigen oder das Lesen der Nährwerttabellen zu erklären“, erläutert sie. „Wenn jemand weniger Salz essen soll, lässt derjenige es auf seinem Frühstücksei vielleicht weg, greift aber zur salzigen Tütensuppe“, erklärt Monika Rahimi. Am Ende komme es darauf an, eine auf den Patienten angepasste Rückmeldung geben zu können. Essen habe viel mit Gewohnheiten zu tun, es dauere daher, bis diese sich änderten. „Es ist eine Hilfe zur Selbsthilfe“, so die Ökotrophologin, die immer wieder Rücksprachen mit ihren Patienten hält, um bei neuen Problemen und Fragen zur Seite zu stehen. Das mache den Beruf auch so interessant, man benötige viel Empathie und Psychologie, um Ressourcen herauszufinden, zu fördern und zur richtigen Umsetzung zu motivieren.

Schokolade bewusst genießen

Doch auch die Expertin gibt zu, sich manchmal etwas Schokolode zu genehmigen. „Man sollte sich nichts verbieten, das reizt nur noch mehr. Außerdem ist es ungesund, mit der wissenschaftlichen Gabel zu essen“, lacht sie, „jedoch koche ich auch gerne frisch und achte auf gute Qualität, so lässt sich das Essen viel besser genießen.“ Dies empfiehlt sie vor allem bei der Essenszubereitung für Kinder. Da diese ihre Essgewohnheiten erst ausbilden, sei es sinnvoll, früh mit der Ernährungserziehung anzufangen. „Kinder in die Küche“ ist somit ihr Motto, da sie immer wieder beobachtet, dass Kinder Selbstgebackenes oder -gekochtes gerne essen und Spaß daran haben, dieses zuzubereiten. Man könne somit gesunde Lebensmittel positiv besetzen, anstatt mit gehobenem Zeigefinger zu agieren. „Emotionen und Gerüche werden im Gehirn an derselben Stelle gespeichert, deshalb bekommen wir bei dem Zimtgeschmack immer ein warmes, weihnachtliches Gefühl“, erklärt Monika Rahimi.

Vortrag am 9. April 2018 in Neuenkirchen

Allgemein ließe sich sagen, dass es wichtig ist auf den eigenen Körper zu achten und sich beim Essen Zeit zu nehmen, um dies bewusster zu genießen. Besonders bei Ernährungsweisen wie der vegetarischen und veganen sei es wichtig, sich gut auszukennen und zu wissen, worauf man aufpassen muss. Aber auch im Alter oder bei Krankheiten verändere sich einiges, beispielsweise können bei Demenz Erinnerungen mit altbekannten Rezepten geweckt werden. Demnächst ist Monika Rahimi mit einer Vortragsreihe speziell für Senioren zum Thema „Herz- und Knochen gesund essen“ in der Samtgemeinde Neuenkirchen unterwegs. Die Vorträge finden am 9. April in Neuenkirchen, am 23. April in Merzen und am 17. Mai in Voltlage statt.


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