Rat verabschiedet Haushalt Stadt Fürstenau investiert 1,7 Millionen Euro

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Alles abgezählt: Nach intensiven Beratungen hat die Stadt Fürstenau den haushalt für 2018 verabschiedet. Insgesamt will die Kommune fast 1,7 Millionen Euro investieren. Symbolfoto: dpaAlles abgezählt: Nach intensiven Beratungen hat die Stadt Fürstenau den haushalt für 2018 verabschiedet. Insgesamt will die Kommune fast 1,7 Millionen Euro investieren. Symbolfoto: dpa

Fürstenau. Keine neuen Schulden trotz großer Investitionen – so lässt sich der Haushalt der Stadt Fürstenau für 2018 in einem Satz zusammenfassen. Auch aus diesem Grunde stimmten die Gruppen CDU/FDP sowie SPD/Grünen dem Zahlenwerk einstimmig zu.

Wie es sich gehört, dankten die Sprecher der beiden Gruppen, Johannes Selker und Matthias Wübbel, zunächst einmal der Kämmerin Elisabeth Moormann. Sie habe den Haushalt sehr übersichtlich und gut verständlich gestaltet. Beide Sprecher hoben zudem ausdrücklich die hohe Investitionssumme von fast 1,7 Millionen Euro hervor. Das habe es – wenn überhaupt – in dieser Höhe lange nicht gegeben. Wesentliche Teile der Investitionssumme fließen in die grundlegende Sanierung der 1912-Schule sowie in die anstehende Sanierung der Innenstadt. Es steht aber auch Geld für den Bau des ersten Teiles des Radweges in Settrup bereit sowie für den Breitbandausbau.

Keine Neuverschuldung

Und wie kann die Stadt Fürstenau, die viele Jahre lang eisern sparen musste und kaum einen Cent investieren konnte, plötzlich solche Summen stemmen, ohne sich dabei zu verschulden? Nun. Zum einen kann die Stadt mit rund 930.000 Euro an Zuwendungen aus öffentlichen Töpfen rechnen. Zum anderen verfügt die Stadt auf ihrem Girokonto noch über liquide Mittel von fast 600.000 Euro. Eine Nettoneuverschuldung ist deshalb nicht erforderlich. Im Gegenteil. Die Stadt kann 2018 sogar 110.000 Euro an Schulden abbauen und liegt dann noch bei 1,3 Millionen Euro.

Pro-Kopf-Verschuldung sinkt weiter

Zudem rechnet die Kämmerin zum Jahresende mit einem Überschuss von etwa 145.800 Euro im Ergebnishaushalt. Dort sind ordentliche Erträge in Höhe von insgesamt rund 8,44 Millionen vorgesehen. Dem stehen Aufwendungen in Höhe von etwa 8,29 Millionen gegenüber. Im Finanzhaushalt – dem Girokonto der Stadt – sind Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit von 7,92 Millionen Euro und Auszahlungen von 8,01 Millionen Euro vorgesehen. Überdies ist eine Tilgung von Schulden von 110.000 Euro geplant. Damit wird die Pro-Kopf-Verschuldung der Stadt Ende 2018 noch einmal sinken. Ende 2017 lag sie bei 154 Euro pro Kopf. Zum Vergleich. Landesweit liegt die Pro-Kopf-Verschuldung im Durchschnitt bei 278 Euro.

Sparkurs zahlt sich jetzt aus

Angesichts dieser durchweg positiven Zahlen betonten Matthias Wübbel und Johannes Selker noch einmal, wie wichtig der Sparkurs der vergangenen Jahre gewesen sei. Er zahle sich jetzt aus. Johannes Selker beschrieb diesen Umstand so: Geizhälse seien zwar unangenehme Zeitgenossen, doch seien sie angenehme Vorfahren. Matthias Wübbel wiederum freute sich auf ein neues gutes Haushaltsjahr. Stadtdirektor Benno Trütken schließlich dankte der Bevölkerung. Sie habe den Sparkurs der vergangenen Jahre unterstützt. Insbesondere die Vereine hätten Verständnis gezeigt.


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