Die Willensstärke zählt Teilnehmerrekord beim Strong Viking in Fürstenau

Von Nicole Diekmann

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nid Fürstenau. 4100 Freizeit-Wikinger haben bei der vierten Auflage des Hindernislaufes Strong Viking im Fürstenauer Ferien- und Freizeitpark Fürsten Forest für eine imposante Kulisse und einen neuen Teilnehmerrekord gesorgt.

„Welcome Vikings, today you will be strong!“, hieß es am Samstag schon zum vierten Mal aus den Lautsprechern im Fürsten Forest. So wurden über den Tag verteilt insgesamt 4100 Teilnehmer zur „Mud Edition“ (Schlamm-Edition) des Strong-Viking-Hindernislaufes auf dem ehemaligen Militärgelände in Fürstenau begrüßt.

Den Teilnehmern war kein Weg für dieses Event zu weit. Sie kamen aus allen Ecken Deutschlands, einige sind sogar aus Polen, Luxemburg oder Schweden angereist. Das ist ein neuer Rekord. Im vergangenen Jahr waren es gut 600 Teilnehmer weniger.

Die Teilnehmer mussten sich nicht nur durch die Unmengen von Schlamm kämpfen, sondern auch in vielerlei Hinsicht ihr sportliches Talent unter Beweis stellen. Die Disziplinen reichten vom „Wheel of Steel“, vergleichbar mit einem Hamsterrad, über die „Monkey Bars“, an denen man sich entlanghangeln musste, bis zum Tragen schwerer Sandsäcke. Egal, ob die Wikinger über den Boden robben oder kiloschwere Wasserkanister mit sich befördern mussten, sie stellten sich jeder Herausforderung. An langen Seilen, genannt „Dragen Ropes“, hochzuklettern war ebenfalls kein Problem. Dabei wurden die Sportbegeisterten stets von Familie und Freunden angefeuert.

Alle Teilnehmer waren hoch motiviert und ließen sich vom anfänglichen Regen nicht die Laune verderben. Zum Beispiel Anja Kaspschak aus Lingen. Sie hatte sich ein hohes Ziel gesetzt. „Ich fange mit den 19 Kilometern an, und dann nehme ich mir noch den sieben Kilometer langen Parcours vor“, erklärte sie selbstbewusst. Zur Auswahl stand außerdem eine mittlere Distanz von 13 Kilometern.

Nichts für Einzelkämpfer

Die Fürstenauerinnen Johanna und Sophie Koopmann wollten „mal was anderes probieren“, weil ihnen die Veranstaltung von befreundeten Vorjahres-Teilnehmern empfohlen worden war. Genauso begeisterte die Zwillinge der Teamgeist und dass man sich gegenseitig durch den Parcours hilft. Bei vielen Hindernissen war Teamwork unerlässlich. Einzelkämpfer waren in Fürstenau also eher an der falschen Adresse. Zum Beispiel bei der Rampe „Storm the Castle“ war es hilfreich, sich gegenseitig hochzuziehen, ähnlich wie auf dem „Brother Hill“.

Viele Teilnehmer haben auch den Humor bei der Sache nicht verloren und verkleideten sich für den Hindernislauf als Wikinger. Unter anderem „Team Modder“, bestehend aus Tobias Ott aus Tübingen und Christian Rommel und Claus Overmeyer aus Emsdetten, machten sich einen Spaß daraus. „Hier ist der Name Gesetz“, erklärte Christian Rommel. Die Hauptmotivation sei, sich dreckig zu machen, ohne dass jemand meckert. Hier zähle nur die Willensstärke. Die Gruppe stellte sich bei ihrem Strong-Viking-Debüt direkt der 13 Kilometer langen Strecke. Auch andere Teilnehmer waren in originelle Kostüme geschlüpft. Die Auswahl reichte von Engeln bis zum Hulk.

Mit dem Motto „Wenn schon, denn schon“ ging Andreas Friesen aus Dörpen mit seiner Gruppe an den Start. Einheitlich gekleidet mit Wikinger-Helmen, aufgedruckt auf weißen T-Shirts, nahmen sie sich gemeinsam den längsten Parcours vor. Dass die Freunde das erste Mal beim Strong-Viking-Hindernislauf dabei waren, störte sie dabei wenig. Mit dieser Einstellung waren sie nicht alleine. Als die Frage kurz vor dem Start durch die Lautsprecher tönte, wer an diesem Tag mit der schwersten Variante beginne, hoben zahlreiche Teilnehmer begeistert ihre Hände. „Ihr habt zwar nur für 19 Kilometer bezahlt, dürft aber sogar 19,8 Kilometer machen“, schallte es vom Veranstalter zurück.

Am Ende durfte sich „Lightning“ (Blitz) nennen, wer die sieben Kilometer bezwungen hat. Für erfolgreiche 13 Kilometer Hindernislauf gab es den Titel „Warrior“ (Krieger) und für den 19-Kilometer-Parcours „Beast“ (Biest). Einige Teilnehmer fielen sich am Ziel angekommen erleichtert und schlammverschmiert in die Arme. Im Nachhinein waren sich die meisten von ihnen an diesem Tag einig: Dieses Erlebnis war den Aufwand und den Preis wert.


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