Über die Region hinaus bekannt Museum Meyer-Haus in Berge plant begehbares Archiv

Von Sina Osterholt

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Zufrieden mit der Entwicklung: Renate Simper, Museumsbeauftragte im Meyer-Haus in Alt-Berge. Foto: Jürgen AckmannZufrieden mit der Entwicklung: Renate Simper, Museumsbeauftragte im Meyer-Haus in Alt-Berge. Foto: Jürgen Ackmann

so Berge. Das Meyer-Haus hat auch in diesem Jahr mehrere Projekte in Planung. Bis zum Herbst soll im Museum ein begehbares Archiv auf dem Dachboden für weitere Ausstellungsfläche sorgen.

Weiterhin werden Bücher, Schriftstücke und Fotos künftig im benachbarten Heimathaus ausgestellt. Die Erweiterung schafft mehr Platz für die bedeutsamen Exponate der Berger Geschichte. Im April wird Martin Bruns verkleidet als Ritter einen mittelalterlichen Vortrag im Museum halten. Schon im vergangenen Jahr hat der Hobbyritter auf dem Herbstmarkt für die Kinder mit Feuer experimentiert. Der Herbstmarkt sei die erfolgreichste Veranstaltung im Jahr gewesen. „Besonders bei den Kindern ist das Bemalen von Fliesen gut angekommen“, wie die Museumsbeauftragte Renate Simper mitteilt. Ebenso ist die vom Meyer-Haus organisierte Ausstellung „Alt-Berge“ beim Herbstmarkt eröffnet worden. Auch das verfügbare Material für die vielen Vorstellungen hat sich erweitert. Es sind noch mehr bedeutsame Gemälde von dem angesehenen Maler Paul Freytag, der seit 1925 auf Gut Hengholt lebte, hinzugekommen.

Die Besucherzahlen steigen weiter

Über zu wenig Exponate kann sich die Museumsbeauftragte definitiv nicht beklagen: „Die Bevölkerung bringt so viele Sachen, dass sogar aussortiert werden muss“, betont sie stolz. Nicht alles könne das Museum ausstellen, denn der Schwerpunkt „Hollandgang“ müsse beibehalten werden. Dieser Kern scheint bei den Besuchern ziemlich gut anzukommen: Die Besucherzahlen steigen weiter. Im vergangenen Jahr habe es mehr als 1000 Gäste gegeben. Bei der Veranstaltung mit dem Berger Heimatforscher sei das Gebäude mit gut 60 Personen so überfüllt gewesen, dass schon auf den Treppen Platz genommen wurde. Ziel des Museums ist es, auch überregionale Besucher zu erreichen. Deshalb wird es im Oktober ein Interview mit Superintendent Hans Hentschel geben. Der Sonntagsmaler hat die Geschichte von Martin Luther gezeichnet. Zusätzliche Projekte stehen in Aussicht. Die Führungen durch das historische Meyer-Haus übernimmt der Museumsbeauftragte Christoph Otten weiterhin mit Leidenschaft und freut sich auf viele neue Besucher in diesem Jahr.


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