Schausteller: Mai-Termin nicht gut Fürstenauer Maikirmes ab 2019 im Herbst mit neuem Namen?

Von Jürgen Ackmann

Sie waren wegen der Kirmes in Fürstenau zu Gast: Jürgen Leimkühler (links) sowie Fredi Welte (Dritter von links) vom Schaustellerverband – hier mit dem Ausschussvorsitzenden Frederik Gohmann und Stadtdirektor Benno Trütken. Foto: Jürgen AckmannSie waren wegen der Kirmes in Fürstenau zu Gast: Jürgen Leimkühler (links) sowie Fredi Welte (Dritter von links) vom Schaustellerverband – hier mit dem Ausschussvorsitzenden Frederik Gohmann und Stadtdirektor Benno Trütken. Foto: Jürgen Ackmann

Fürstenau. Wie kann die Kirmes in Fürstenau attraktiver werden? Welcher Termin ist der Beste? Fragen, mit denen sich die Stadt Fürstenau seit vielen Jahren mal weniger, mal mehr erfolgreich beschäftigt. Nun hat der Schaustellerverband einen neuen Vorschlag gemacht.

Es war lausig kalt beim Ortstermin des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Digitales mit dem Schaustellerverband. Den Stadtvertretern ging es darum, dem Geschäftsführer des Verbandes, Jürgen Leimkühler, sowie Fredi Welte junior einen Eindruck von den Stellplätzen für die Schausteller vor dem Schloss zu vermitteln. Zugleich ging es ihnen darum aufzuzeigen, dass die Rasenfläche an der Burgstraße künftig ebenfalls für Fahrgeschäfte bereitstehen könnte, da sie im Zuge der Stadtsanierung zu einem Parkplatz umgebaut werden soll.

Der Mai ist schon vollgepackt

Jürgen Leimkühler und Fredi Welte waren zunächst einmal angetan von der Kulisse mit dem Schloss im Hintergrund. Der Standort sei gut, befanden die beiden. Weniger gut fanden Jürgen Leimkühler und Fredi Welte, den Termin für die Kirmes. Zum einen sei der Mai ohnehin schon vollgepackt mit Terminen für die Schausteller. Da dürften sich die Fürstenauer nicht wundern, wenn nicht genug attraktive Fahrgeschäfte vor Ort seien. Zum anderen konkurriere die Kirmes in Fürstenau mit der Maiwoche in Osnabrück. Das sei insgesamt nicht vorteilhaft. Besser sei es, die Kirmes in den Oktober zu verlegen, und zwar eine Woche nach der Kirmes in Rheine und eine Woche vor der Kirmes in Osnabrück. Dann könnten die Schausteller einen Stopp in Fürstenau einlegen und auch mit mehr attraktiven Fahrgeschäften anreisen.

„Schlossfest„ als neuer Name?

Überdies gaben die beiden Schausteller der Stadt Fürstenau mit auf den Weg, noch einmal über den Namen der Veranstaltung nachzudenken. Wie sei es denn beispielsweise mit „Schlossfest“?, so Fredi Welte. Er regte weiterhin an, bei einer Verlegung der Kirmes in den Oktober wieder das Feuerwerk einzuführen und zudem andere Organisationen, Vereine oder Schulen verstärkt einzubinden. Der Ausschuss vernahm das alles, und will nun mit anderen Vertretern der Stadt, auch vor dem Hintergrund dieser Anregungen, die Veranstaltung noch einmal grundsätzlich überdenken, wie Thomas Wagener von der Verwaltung und zugleich führender Kirmesbeauftragter in der Kommune übereinstimmend mit den Ausschussmitgliedern Matthias Wübbel und Frederik Gohmann erklärte.

Open-Air-Disco geplant

In diesem Jahr wird sich wegen der Kurzfristigkeit aber noch nichts ändern. Einige Fahrgeschäfte wie der Scheibenwischer und der Musik-Express stehen zudem bereits fest. In Planung ist überdies eine Open-Air-Disco für die jungen Leute. Außerdem soll in Kooperation mit dem Fürstenauer Heimatverein wieder eine Aussichtsgondel aufgebaut werden.

Nachdem 2015 die Kirmes nach erheblichen Anstrengungen auch dank zusätzlicher Fahrgeschäfte wieder gut angenommen worden war, gab es im Jahr darauf bereits wieder einen Rückschlag – trotz aller Bemühungen.