Vortrag „Das Lernen lernen“ Motivationstrainerin zu Gast in der Oberschule Berge

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Neue Erkenntnisse gesammelt: Schulleiter Gerd Beckmann bedankt sich mit der Didaktischen Leiterin Marion Schwegmann (rechts) und Schulelternratsvorsitzender Sylvia Fasthoff bei Dagmar Bahners. Foto: OberschuleNeue Erkenntnisse gesammelt: Schulleiter Gerd Beckmann bedankt sich mit der Didaktischen Leiterin Marion Schwegmann (rechts) und Schulelternratsvorsitzender Sylvia Fasthoff bei Dagmar Bahners. Foto: Oberschule

Berge. Motivationstrainerin Dagmar Bahners vom Verein LVB Lernen aus Berlin hat auf Einladung der Schulelternratsvorsitzenden Sylvia Fasthoff bei einem Elterninformationsabend referiert, teilt die Oberschule am Sonnenberg in einem Schreiben mit.

Dagmar Bahners sei es den ganzen Abend über gelungen, die Aufmerksamkeit der Eltern und des gesamten anwesenden Kollegiums aufrecht zu erhalten, indem sie beispielhaft und plastisch die verschiedenen Lerntechniken vorgestellt habe, heißt es vonseiten der Oberschule am Sonnenberg weiter. Dabei habe sie auch einen Abstecher in die Neurobiologie gewagt und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse der Hirnforschung in Bezug auf Gedächtnistraining einfließen lassen. So hätten die Zuhörer nach einem Selbsttest erfahren, dass es kaum möglich ist, sich im Durchschnitt mehr als sieben einzelne Informationen zu merken. Nach einem kurzen inhaltlichen Abriss über die einzelnen Gedächtnisarten, erfuhren Eltern und Lehrer die eigentlich klassische, aber immer wieder in Vergessenheit geratene Weisheit, dass das menschliche Gehirn den Lernstoff wesentlich besser speichern kann, wenn er geordnet, strukturiert oder in Kategorien eingeteilt ist. „Über die richtige Methodik kann die Null-Bock-Stimmung bei Schülern überwunden werden“, wird die Referentin zitiert.

Wiederholen und belohnen

Anhand einer Vergessenskurve zeigte Dagmar Bahners, dass gelernte Inhalte, wenn sie nicht wiederholt werden, nach einem halben Jahr wieder vom Gedächtnis gelöscht werden. Zum Wiederholen eigneten sich auch Lernvideos, deren inhaltliche Richtigkeit aber im Vorfeld überprüft werden sollte, schreibt die Oberschule. Noch geeigneter erschienen interaktive Lernplattformen mit Übungsaufgaben. Im zweiten Teil des Vortrags ging es um die unterschiedlichen Lerntypen: die logisch-abstrakten, die sicherheitsliebenden, die emotionalen und die kreativ-chaotischen. Lächeln, spontane Reaktionen und Zustimmung begleiteten laut Mitteilung der Schule „die sehr anschaulich vorgetragenen Fallbeispiele“. Dabei ging die Referentin auch auf das große Thema Belohnen ein. Eine Belohnung sollte in unmittelbarem Zusammenhang mit der Leistung stehen und nicht unbedingt materieller Natur sein. Die gut ausgefallene Mathearbeit sollte lieber mit einem gemeinsamen Ausflug mit der Familie als mit einer Geldnote belohnt werden, so Dagmar Bahners.

Schulleiter Gerd Beckmann bedankte sich zum Abschluss bei der Schulelternratsvorsitzenden Sylvia Fasthoff für die Organisation der Veranstaltung und bei Motivationstrainerin Dagmar Bahners „für einen höchst interessanten Vortrag, der für Eltern und Lehrkräfte viele neue Anstöße darbot.“


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