Mehr Geld für Investitionen Fürstenau berät über Samtgemeindehaushalt 2018

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Der Haushalt 2018 der Samtgemeinde Fürstenau steht auf soliden Füßen und lässt auch endlich wieder größere Investitionen zu. Symbolfoto: dpaDer Haushalt 2018 der Samtgemeinde Fürstenau steht auf soliden Füßen und lässt auch endlich wieder größere Investitionen zu. Symbolfoto: dpa

Fürstenau. Der Haushalt 2018 der Samtgemeinde Fürstenau steht auf soliden Füßen und lässt auch endlich wieder größere Investitionen zu. Das haben die Mitglieder des Ausschusses für Finanzen und strategische Entwicklung bestätigt.

Die Beratungen über kommunale Haushalte bieten oft Anlass für Diskussionen. Das ist in der Samtgemeinde Fürstenau nicht anders. Allerdings klären die Fraktionen offene Fragen bis zur Sitzung in der Regel einvernehmlich. Das war in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Finanzen und strategische Entwicklung nicht anders. Da blieb dann noch ein wenig Zeit, sich über allgemeine Haushaltsphilosophie auszutauschen – mit Blick auf die Vergangenheit und auch die Zukunft.

Löwenanteil für Kinderzentrum Am Gültum

Insgesamt steht der neue Haushalt für 2018 auf soliden Füßen und ist unspektakulär. Positiv ist – im Vergleich zu den vergangenen Jahren – die wieder ansteigende Investitionstätigkeit. Mehr als 2,2 Millionen Euro hat die Samtgemeinde hier veranschlagt, wobei der Löwenanteil mit gut 1,8 Millionen Euro auf den Bau des neuen Kinderzentrums Am Gültum entfällt. Abzüglich der Tilgung bleibt am Ende eine Nettoneuverschuldung von 1,53 Millionen Euro. Da es sich aber um investive Schulden handelt, für die also Gegenwerte geschaffen werden, konnten die Fraktionssprecher damit leben.

Kommune spielt finanziell wieder „im Mittelfeld“ mit

Wie Helmut Tolsdorf für die Gruppe SPD/Grüne anmerkte, sei die Samtgemeinde Fürstenau – in Bundesligasprache formuliert – nach dem harten Sparkurs der vergangenen Jahre im Vergleich zu anderen Kommunen in finanzieller Hinsicht im gehobenen Mittelfeld angekommen und habe den Relegationsplatz wieder verlassen. Nun gelte es, den Investitionsstau aufzulösen und Sanierungsmaßnahmen in Angriff zu nehmen. Das sah Friedhelm Spree für die Gruppe CDU/FDP auch so. Er verwies zusätzlich darauf, dass unter anderem auch die Gemeindestraßen im Blick behalten werden müssten, was die Sanierung angehe. Auch wies er darauf hin, dass die Fördertöpfe in Land und Bund angesichts der konjunkturellen Entwicklung gut gefüllt seien. Hier müsse die Samtgemeinde am Ball bleiben und schnell handeln.

3000 Euro für das Jugendparlament

Dem schloss sich Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken an. Er wies aber darauf hin, dass manche Fördertöpfe auch „vergiftet“ sein könnten, dass also finanzielle Zuwendung hohe Folgekosten nach sich zögen, die dann die Kommune tragen müsse. Hier sei Vorsicht geboten. Und was gab es sonst noch zu bereden? Nun. Nach dem einmütigen Willen des Ausschusses soll das Jugendparlament der Samtgemeinde künftig wieder 3000 Euro jährlich für seine Arbeit erhalten. Im Zuge des Sparkurses war das Budget auf 1500 Euro zusammengestrichen worden. Damit wolle die Kommunalpolitik ein Signal setzen, betonten Friedhelm Spree und Helmut Tolsdorf. Darüber hinaus soll im Gegensatz zum Haushaltsentwurf zusätzliches Geld für die angestrebte digitale Ratsarbeit bereitgestellt werden. Das wiederum führt in Gänze dazu, dass der Überschuss im Ergebnishaus von bisher 75.400 Euro auf 53.300 Euro schrumpft.


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