Bunte Kostüme und lustige Gags Hollensteder KFD-Frauen witzeln im Wilden Westen

Von Maria Kohrmann-Unfeld


mkun Hollenstede. Wenn die fünfte Jahreszeit anbricht, sind die Hollensteder Frauen nicht mehr zu halten. Für die KFD-Prunksitzung wurde der Saal Johannemann jetzt in den Westernsaloon Back umfunktioniert.

Verkleidet waren sie alle, die vielen jungen und jung gebliebenen Damen. Kein Wunder, schließlich sollte die beste Kostümierung prämiert werden. Bei den Gruppen gewannen die Kaulquappen mit Birgit Tegethoff, Rita Marx, Sabrina Nöring und Melanie Vosseberg den ersten Platz in ihren zarten Tüllkostümen mit den blinkenden Kopfbedeckungen. Als Robin Hood erschien Gerhild Dyckhoff im besten Einzelkostüm . Unerschrocken wagte sich Jonas Gerweler unter kostümierte Hippies, die Minions, den Froschkönig, die Matrosen und Schokobons, um die illustre Gesellschaft musikalisch aufzumischen. Ebenso furchtlos kümmerte sich Franz-Josef Kemper um die Technik. Schon ertönte Westernmusik und Cowgirl Lucky Lulu (Eva Krieger) im schicken Westerndress stürmte zusammen mit Indianerhäuptling „Lallender Lurch“ (Marianne Hoppe) nach einem langen Ritt durch den Wilden Westen auf die Bühne. Auf ihre unnachahmlich charmante Art übernahmen sie die Moderation des knapp vierstündigen Programms. Aus der Satteltasche holten sie Sheriff-Sterne für die zahlreichen aktiven Karnevalisten und den neuesten Hollensteder Schlachtruf: „Wo sind all die Hollensteder hin? Frauen feiern, trinken – das macht Sinn!“

Den Pastor zum Schmuggeln angestiftet

„Lucky Lulu“ und „Lallender Lurch“ erstaunten die Gäste mit ihrem enormen Insiderwissen über die Hollensteder Cowboys und Indiander-Squaws. Mit den einleitenden Worten „Wenn ich nicht auf der Bühne wär“, zeigte die Gruppe „De Slufta“ mit ausladenden typischen Handbewegungen zeitgleich ihren Traumberuf Polizist, Sportler, Maler, Zimmermann, Waschfrau, Tänzerin, Boxer und Mönch. Durch perfekte Koordination wurde niemand verletzt. Das Publikum war hingerissen. Plötzlich tauchte eine Schwadron von Putzfrauen in Kittelschürzen mit Schrubbern bewaffnet auf, die sich als KFD-Fanclub entpuppten. Tänzerisch stellten sie die unterschiedlichen Interpretationen der Buchstaben KFD (Keine Frau Daheim) dar. Immer temperamentvoller wurden die Rhythmen, und die Putzfrauen verwandelten sich in heiße Feger mit Glitzerleggins. Mit einem donnernden Applaus wurden sie verabschiedet und machten die Bühne frei für „Trauti“ Lünnemann, die Unglaubliches von ihren Reisen um die Welt zu berichten hatte. So hatte sie auf einer Auslandstour sogar den Pastor zum Schmuggeln eines Damenrasierers angestiftet.

Grübchen-Queens mit Cellulite-Song

Während Wilhelmine (Elke Geers) und Brunhilde (Bettina Röwer) sich im Friseursalon von Tanja Hagen verschönern ließen, plauderten sie aus dem Hollensteder Nähkästchen. „Die Frisur muss bis zum Schützenfest halten“, so Wilhelmine. Die „Grübchen-Queens“ vom Kreis junger Frauen sangen während ihrer sportlichen Einlage den Cellulite-Song: „Alles schlägt Wellen, man sieh nur noch Dellen.“ Mit Rauchzeichen leiteten die beiden Moderatorinnen den anschließenden Kinobesuch ohne Worte ein. Die weiblichen Mitglieder der Hollensteder Theatergruppe vermittelten dem Publikum auf urkomische Art und Weise, mit welchen Tricks die besten Plätze im Kino zu ergattern sind. Nachdem es laut „Lulu“ und „Lurch“ neuerdings in Hollenstede Babys mit und ohne Ventil geben soll, ließen Nicole Geers, Marlene Heidenescher und Tina Tegethoff auf der Bühne Babys nach fetziger Musik tanzen, was die Stimmung im Saloon Back kolossal anheizte.

Vorfreude auf die Wechseljahre

„Ich freu mich auf die Wechseljahre, denn das sind die fetten Jahre, eine Zeit, die mich befreit“, sang der Geburtstagsclub leidenschaftlich und temperamentvoll ein Lied über die heiße Zeit im Leben einer Frau. Die Stimmung erreichte den Höhepunkt und die Frauen forderten lautstark eine Zugabe. Nach etlichen Raketen und Polonaisen luden „Lulu“ und „Lurch“ die ganze Gesellschaft zum „Blutsbrüderschaft-Trinken“ auf die Bühne ein. Die KFD-Vorsitzende Renate West bedankte sich bei allen aktiven Karnevalisten für die hervorragende Veranstaltung.