Feuerwehr vor Ort bleibt wichtig Bald Feuerwehr-Kindergruppe in Ohrtermersch-Ohrte?

Von Jürgen Schwietert

Für die Arbeit der Kameraden der Feuerwehr Ohrtermersch-Ohrte bedankte sich Ortsbrandmeister Daniel Krone. Foto: Jürgen SchwietertFür die Arbeit der Kameraden der Feuerwehr Ohrtermersch-Ohrte bedankte sich Ortsbrandmeister Daniel Krone. Foto: Jürgen Schwietert

Bippen. Die Freiwillige Feuerwehr Ohrtermersch-Ohrte brauchte 2017 zu keinem Brandeinsatz auszurücken. Weil zahlreiche Kinder ihr Interesse bekundet haben, überlegten die Mitglieder jetzt bei ihrer Generalversammlung, eine Kindergruppe ins Leben zu rufen.

Ortsbrandmeister Daniel Krone hieß zahlreiche Gäste willkommen. Sascha Runge verlas das Protokoll, und der stellvertretende Ortsbrandmeister Matthias Ventzke stellte den Jahresbericht 2017 vor.

Rückblick

Die Blauröcke wurden zu einer nachbarschaftlichen Löschhilfe nach Grafeld gerufen. Weiterhin wurden 22 Hilfeleistungseinsätze abgearbeitet. In diesem Zusammenhang engagierte sich die Feuerwehr auch für die Vereine aus den beiden Gemeindeteilen. Bei der Samtgemeindeübung sowie bei drei internen Übungen stellte sie ihren Ausbildungsstand unter Beweis. Ebenfalls wurde ständig an der Weiterqualifikation gearbeitet. Und so kamen 2146 Dienststunden zusammen. Auch die Kameradschaft kam nicht zu kurz. So wurde mit den fördernden Mitgliedern ein Frühschoppen mit Grillen veranstaltet. Dabei errang Matthias Ventzke den Titel Feuerwehrmann des Jahres. Geräte und Ausrüstung, auch im Bereich des Atemschutzes, seien in Ordnung und würden regelmäßig geprüft und gewartet, teilten Hendrik Grove (Gerätewart) und André Runge (Atemschutzwart) mit.

Statistik

Der Feuerwehr Ohrtermersch-Ohrte gehören 83 Mitglieder, davon 30 aktive Einsatzkräfte, sieben Ehrenmitglieder und 46 fördernde Mitglieder an. Die fördernden Mitglieder finanzieren komplett den Erhalt und Betrieb des 55 Jahre alten Tanklöschfahrzeugs.

Wahlen

Hendrik Grove schied aus. André Runge wurde Gerätewart. Carlo Escher Atemschutzwart. Stellvertretender Kassierer ist Steffen Dieckhoff, stellvertretender Schriftführer Matthias Küpker.

Grußworte

Trotz weniger Brand-, aber verstärkter Hilfeleistungseinsätze sei die Feuerwehr Ohrtermersch-Ohrte notwendig, so Fachdienstleiter Jan Bojer. Auf die wertvolle Arbeit für die Gemeinde ging der stellvertretende Bürgermeister Dirk Imke ein. Die Feuerwehr sei im dörflichen Leben fest verankert. Aufgrund der Ortskenntnisse und der Schnelligkeit, am Einsatzort zu sein, bleiben Feuerwehren mit Grundausstattung nach wie vor notwendig. Das werde auch ein Feuerwehrbedarfsplan, der jetzt vom Fachausschuss auf den Weg gebracht worden sei, nicht ändern, sagte der stellvertretende Fachausschussvorsitzende Jürgen Schwietert. Für die fördernden Mitglieder betonte Michael-Peter Bohle, sich gerne für weitergehende Ausrüstung und Ausstattung zu engagieren. Kreisbrandmeister Cornelis van den Water, der seinen Besuchsschwerpunkt in seiner zweiten Amtsperiode auf die Feuerwehren mit Grundausstattung gelegt habe, stellte die Veränderungen bei den Hilfeleistungen in den Vordergrund. Tragehilfen würden immer mehr zunehmen ebenso wie Einsätze nach Auslösung von Rauchmeldern. Weiterhin ging er auf die Problematik der Fehlalarmierungen durch die Funkalarmempfänger ein. Sie seien umgehend zu melden.

Gemeindebrandmeister Reiner Berndsen erinnerte an die grenzübergreifende Gemeinschaftsübung zwischen den Feuerwehren aus Wettrup und Grafeld sowie Ohrte-Ohrtemersch. Die dabei erkannte Schwachstellen im Bereich Funk wurden abgearbeitet. Weiterhin dankten die Vertreter der benachbarten Feuerwehren Wilfried Peters (Bippen), Andreas Triphaus (Grafeld) und Jan Hinrich Tepe (Grafeld) für die gute Zusammenarbeit.