Kolping lädt zur 50. Session ein Als am Rübbelhauk in Berge der Karneval entstand

Von Bjoern Thienenkamp

Der aktuelle Elferrat der Kolpingsfamilie Berge mit Sitzungspräsident Andreas von der Wellen und Prinz Carsten I sowie den Mitgliedern, die im Hintergrund für den reibungslosen Ablauf der Galasitzung sorgen. Foto: KolpingfamilieDer aktuelle Elferrat der Kolpingsfamilie Berge mit Sitzungspräsident Andreas von der Wellen und Prinz Carsten I sowie den Mitgliedern, die im Hintergrund für den reibungslosen Ablauf der Galasitzung sorgen. Foto: Kolpingfamilie

Berge. Wenn die Karnevalsfreunde der Kolpingsfamilie Berge am 10. Februar 2018 ab 20.11 Uhr mit der Galasitzung ihre 50. Session unter dem Motto „Rübbel Helau“ feiern, ist noch einiges wie damals, als alles begann – am Rosenmontag 1968.

Harry Heisen, Franz-Josef Höwedes, Georg Kirchner, Georg Pöppelmeyer, Clemens Ricker, Heinz Rocho, Bernd Sabelhaus, Hermann Specker und Erich Wagner waren als Gründungsmitglieder dabei, die als Elferrat und Sitzungspräsident mit Büttenreden, Sketchen und Gesangsbeiträgen die erste Veranstaltung dieser Art in Berge zusammenstellten. Unter dem Motto „Rübbel Helau“ war der Karneval in Berge am Rübbelhauk geboren. Seit dem 3. März 1984 findet die Sitzung am Samstag vor Rosenmontag statt. In gemütlicher Atmosphäre wurde dasHighlight bis 1992 im Jugendheim gefeiert, 1993 wurde die fünfundzwanzigste Sitzung wegen der Kirchenrenovierung in den Saal Schohaus verlegt, weil das Jugendheim während des Kirchenumbaus für die Gottesdienste genutzt wurde. Der Umzug in den größeren Saal bot mehr Platz, die Bühnenfläche wurde vergrößert, die Technik erweitert und einiges mehr. Waren es am Anfang etwa 20 Karnevalisten, so steigerte sich das in den vergangenen Jahren auf 50 bis 70 Spaßmacher.

Bereits in der vierten Generation auf der Bühne

Einige Familien stehen bereits in der vierten Generation auf der Bühne. Jürgen Bertke, Franz-Josef Höwedes, Andreas Markus, Bernd Sabelhaus, Dieter Scheffczyk und Andreas von der Wellen fungierten bislang als Sitzungspräsidenten. Von 1968 bis heute haben mehr als 400 Akteure mit Begeisterung und Engagement den Kolpingkarneval mitgetragen und das Motto „Rübbel Helau“ zu einer bekannten Veranstaltungsgröße in und um Berge werden lassen. 2004 hatte der Sitzungspräsident Andreas von der Wellen die Idee, die Berger hätten sich einen Karnevalsprinzen verdient. Dieter Biemann kam zudem ein sonntäglicher Karnevalsumzug in den Sinn. Zusammen mit Ralf Auf dem Felde wurden diese Ideen umgesetzt: beim Frühschoppen am Sonntag nach Karneval der Prinz ernannt, und ein Umzug mit dem „Wagen Nr. 1“ fuhr durch den beschaulichen Ort Als Prinzenkostüm diente Heinz Hoffman, der als Vorsitzender zum ersten Berger Karnevalsprinzen gekürt wurde, sein Fledermauskostüm vom Maskenball, entsprechend aufgearbeitet. Dieses Kostüm wird seither von jedem Prinzen verfeinert, so kamen ein Zepter und eine Komiteemütze hinzu, 2008 vom Prinzen Hans-Georg Wißmann auch noch eine Fahne.

Jubiläumssession am 10. Februar 2018

Am 11.11.17 um 11.11 Uhr stürmten die Berger Narren passend zur Jubiläumssession das Rathaus und wurden von Ratsherr Helmut Kamp begrüßt, der Bürgermeister Volker Brandt vertrat. Nach den Verhandlungen durch den amtierenden Karnevalsprinzen Carsten I übernahmen die Jecken die Amtsgeschäfte. Auch am nächsten Samstag wird der Berger Elferrat mit seinem Sitzungspräsidenten Andreas von der Wellen und Prinz Carsten I den Besuchern wieder eine tolle Show mit Büttenreden, Sketchen, Gesangsbeiträgen und vielem mehr darbieten, Eintrittskarten sind beim Schuhhaus H. Rocho für zehn Euro zu bekommen, an der Abendkasse kosten sie zwölf Euro.