HpH-Kindergarten als Glanzlicht 2018 Für die Fürstenauer war 2017 ein Trendwechseljahr

Von Jürgen Ackmann

Es war ein besonderer Grund zur Freude: Vertreter der Samtgemeinde, der Heilpädagogischen Hilfe sowie der beteiligten Planer und Firmen vollzogen den symbolischen Spatenstich für den Bau einer neuen Kindertagesstätte in Fürstenau. Das Bauprojekt ist Teil eines entstehenden Bildungscampus mit IGS, Grundschule sowie Schulreitzentrum. Foto: Jürgen AckmannEs war ein besonderer Grund zur Freude: Vertreter der Samtgemeinde, der Heilpädagogischen Hilfe sowie der beteiligten Planer und Firmen vollzogen den symbolischen Spatenstich für den Bau einer neuen Kindertagesstätte in Fürstenau. Das Bauprojekt ist Teil eines entstehenden Bildungscampus mit IGS, Grundschule sowie Schulreitzentrum. Foto: Jürgen Ackmann

Fürstenau/Bippen/Berge. „2017 war für die Samtgemeinde Fürstenau ein Trendwechseljahr“, beschreibt Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken das abgelaufene kommulapolitische Jahr. Glanzlicht 2018 sei der Bau des neuen HpH-Kindergartens.

Bereits im Vorjahr habe sich in vielen Bereichen eine positive Entwicklung abgezeichnet, die sich 2017 fortgesetzt habe, so Benno Trütken. In den harten Jahren der Konsolidierung hätten Politik und Verwaltung sich auf das Wesentliche beschränkt und mit entsprechenden Schwerpunkten den Umbruch geschaffen. Diese Schwerpunkte lauteten in alphabetischer Reihenfolge: Bildung, Familie und Wirtschaft. „Die Samtgemeinde hat so nicht nur eine finanzielle Trendwende zu einem ausgeglichenen Haushalt mit der Möglichkeit nachholender Investitionen geschafft, sondern sich auch, laut Prognose, von einer schrumpfenden hin zu einer wachsenden Kommune entwickelt“, betont der Samtgemeindebürgermeister. Im Wesentlichen ist dies auf die Aktivitäten ihrer Einwohner zurückzuführen. Geschäftsnachfolgen, Gründungen und Erweiterungen trügen zu wirtschaftlichem Wachstum bei und bildeten so die Basis für eine positive Entwicklung. „Der ehrenamtliche Einsatz der Bürgerinnen und Bürger, vom Förderverein des Freibades über Themen wie Integration bis zum Umbau des Gefängnisses oder der Schulhausmeisterwohnung erzeugt Wir-Gefühl und Lebensqualität“, so Benno Trütken.

Auf dem Weg zum Bildungscampus

Glanzlicht der kommunalen Investitionen im Bildungsbereich sei 2017 die Eröffnung der Mensa in Berge gewesen. Darüber hinaus sei die Mensa der IGS an eine neue Ganztagsnutzung angepasst und die Aufträge für ein erweitertes naturwissenschaftliches Angebot vergeben worden. An den Grundschulen würden zudem bereits kleinere Umbaumaßnahmen verwirklicht, hier stünden für die Zukunft noch weitere konzeptionelle Renovierungen und Investitionen an. Das Glanzlicht für 2018 sei mit dem Auftrag für den Bau der neuen Einrichtung der Heilpädagogischen Hilfe auf den Weg gebracht worden. „Hier bekommen wir nicht nur eine neue Krippengruppe und zwei neue Kindergartengruppen, sondern auch eine Sprachheilgruppe und weitere heilpädagogische Angebote“, erklärt der Samtgemeindebürgermeister. So entstehe Schritt für Schritt ein Bildungscampus, für den 2018 ein neues Verkehrskonzept erarbeitet werden solle. Darüber hinaus sei für diesen Bereich ein energetisches Sanierungskonzept geplant, um die IGS mittelfristig noch besser aufzustellen.

Familienfreundlich und attraktiv

Da, ergänzend zur Kindergartenplanung am Gültum, im alten Pfarrhaus in Schwagstorf eine weitere Krippengruppe eingerichtet worden sei, sei 2017 zugleich ein großer Schritte in Richtung Familienfreundlichkeit getan worden. „Gemeinsam mit neuen Baugebieten sowie der Nachverdichtung in Fürstenau und Berge sind wir so als Wohnstandort noch attraktiver geworden“, freut sich Benno Trütken. Besonders an Attraktivität gewonnen habe Bippen 2017 durch die Eröffnung des K+K. In der Gemeinde habe sich aber auch eine Herausforderung für 2018 aufgetan. Nach dem Weggang der Ärztin müsse hier entweder eine direkte Nachfolge oder eine betreuende Gemeinschaftspraxis auf den Weg gebracht werden. Die kommunale Planung sehe in Bippen eine entsprechende Unterstützung vor, so Benno Trütken. In Fürstenau sei unterdessen 2017 die Rahmenplanung für die Innenstadtsanierung auf den Weg gebracht worden. Einige Investoren stünden bereits in den Startlöchern, um möglichst noch dieses Jahr in der Innenstadt zu bauen, während die Stadt noch die Ergebnisse der Kanalbegutachtung abwarten müsse, bevor sie mit den Feinplanungen beginnen könne. Mit diesen und anderen Projekten wolle die Samtgemeinde den positiven Trend in wirtschaftlicher, finanzieller und demografischer Entwicklung verstetigen, betont der Samtgemeindebürgermeister abschließend.