Weiteres Grundstück erforderlich Bald Tiefgarage am Hohen Tor in Fürstenau?

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Noch parken Pkw auf der Fläche vor dem Hohen Tor in Fürstenau. Hier soll in den nächsten jahren ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Archivfoto: Jürgen SchwietertNoch parken Pkw auf der Fläche vor dem Hohen Tor in Fürstenau. Hier soll in den nächsten jahren ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Archivfoto: Jürgen Schwietert

Fürstenau. Wie ist der Stand der Dinge in der Frage der Bebauung der Brachflächen am Hohen Tor in Fürstenau? Antworten auf diese Fragen geben Investorin Elif Erken-Cinar und Ehemann und Betriebswirt Ismail Cinar.

Wie berichtet, ist Elif Erken-Cinar Apotkekerin und betreibt in Nordhorn die „Apotheke im Marktkauf“. Sie plant bereits seit längerer Zeit den Bau eines Wohn- und Geschäftshauses. Nachdem ein entsprechendes Vorhaben in Salzbergen nicht zustande kam, machte ein Makler das Ehepaar, das das Projekt gemeinsam stemmen will, zunächst auf ein Grundstück in einem Gewerbegebiet in Fürstenau aufmerksam. Schließlich kam auch der Hinweis auf Flächen am Hohen Tor, die der Firma Ludlage gehören. Im Mai kam es dann zur Unterzeichnung eines Kaufvertrages. Allerdings hatte die Stadt Fürstenau zu diesem Zeitpunkt mit Blick auf die anstehende Innenstadtsanierung noch ein Vorverkaufsrecht, von dem sie nach einer längeren Diskussion dann aber keinen Gebrauch machte. Stattdessen erarbeitete die Kommune mit der Investorin eine städtebauliche Vereinbarung. Nun soll auf der Brachfläche am Hohen Tor, die gegenwärtig noch als Parkplatz dient, ein zweieinhalbgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit Apotheke sowie Praxen für Fachärzte entstehen – nach Möglichkeit mit einer Tiefgarage.

Verhandlung kurz vor Abschluss

Um tatsächlich die angestrebte „große Lösung“ mit einer Tiefgarage verwirklichen zu können, würde dass Ludlage-Grundstück aber allein nicht ausreichen. Deshalb hat sich die Investorin um den Kauf von weiteren Grundstücken im Umfeld bemüht. Hier gibt es nun zumindest einen Teilerfolg. Die Verhandlungen über den Kauf einer weiteren 250 Quadratmeter großen Fläche stünden vor dem Abschluss, wie Ismail Cinar auf Nachfrage erklärte. „Wir warten noch auf eine Nachricht vom Notar“, erklärte der Betriebswirt. Mit dem Erwerb dieser Fläche könne dann auch die Tiefgarage in einer wirtschaftlich vertretbaren Größe gebaut werden, auch wenn für das Bauprojekt ursprünglich ein anderes Grundstück favorisiert worden sei.

Denkmalschutzbehörde hat (noch) Bedenken

Wie Ismail Cinar weiter mitteilte, lägen bereits Zeichnungen in mehreren Varianten für das Wohn- und Geschäftshaus vor. Allerdings habe die Denkmalschutzbehörde Bedenken angemeldet. Insbesondere die Form der geplanten Dachterrassen-Wohnungen, die vermietet oder verkauft werden sollen, sei kritisiert worden. Die Behörde wünsche sich eine Satteldachform, damit sich das Gebäude ins Stadtbild einfüge. Das wiederum komme aus wirtschaftlichen Gründen für das Projekt auf keinen Fall in Frage, betonte Ismail Cimar. „Wir müssen da noch Überzeugungsarbeit leisten“, betonte er. Hoffentlich klappe das. Laut städtebaulichem Vertrag hat die Investorin Elif Erken-Cinar drei Jahre Zeit, das Projekt umzusetzen. „So lange wollen wir aber natürlich nicht warten“, betonte Ismail Cinar.


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