Adventsfeier in Rieste Neue Musikgruppe beim Stallsingen in der Arche Alfsee

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Umringt von Musikern und großen und kleinen Zuhörern trug Beate Wulf nachdenklich machende Texte vor. Fotos: Ilona UphausUmringt von Musikern und großen und kleinen Zuhörern trug Beate Wulf nachdenklich machende Texte vor. Fotos: Ilona Uphaus

Rieste. Zum 20. Mal hat die Arche Alfsee in Rieste zum „Stallsingen“ eingeladen. Die zahlreichen Besucher fanden nur mit Mühe Platz in dem Stallgebäude.

Es war eine Adventsfeier ohne brennende Kerzen, ohne Glitzer und Kitsch. Papiersterne an den Fenstern, viele Tannenzweige überall und jede Menge frisches Stroh, dazu eine dezente Weihnachtsbeleuchtung schufen mitten zwischen den Tieren eine besonders schöne Atmosphäre. Tiere standen auch im Vordergrund bei den Texten. So sparten „Die Bitten der Tiere an der Krippe“ – vorgetragen von Beate Wulf – von der Massentierhaltung bis zu den im Treibnetz erstickenden Delfinen kein Tierleiden aus. Wie der Hund der treueste Freund des Menschen wurde, erfuhren die Zuhörer dank einer Legende ebenfalls.

(Weiterlesen: Mit der NOZ in der Arche Alfsee in Rieste)

Die Weihnachtslieder, von kleinen und großen Gästen oft lauthals mitgesungen, wurden von einer neuen Musikgruppe begleitet. Drei geflüchtete Männer der LAB Osnabrück hatten unter Leitung der Kalkrieserin Tanja Ladda fleißig die für sie ungewohnten Weihnachtslieder einstudiert. Kennengelernt hatten die Arche-Betreiber die Gruppe bei einer Ausstellungseröffnung im Bramscher Rathaus über den Bramscher Verein Amal. So habe Mohammed sechs Jahre Musik studiert und Esan habe sein Medizinstudium aufgrund des Krieges beenden müssen, berichtete Siegbert Ehmann-Wulf. Beide seien erst seit Kurzem hier, so dass der dritte Musiker, Sinar, für sie übersetze. Die Vorbereitungen seien nicht einfach gewesen, hätten aber viel Spaß gemacht, hieß es.

Die großen Poitou-Esel weckten das Interesse besonders der Kinder beim Stallsingen.

So berührend wie das Spiel des Trios waren auch die weiteren Programmpunkte: die Harfenspielerin Andrea Gerhards aus Kalkriese, die auswendig aufgesagten Gedichte der Kinder der „Fünf-Tage-Gruppe“ und der Sologesang von Tanja Ladda. Obwohl die Feier mehr als eine Stunde dauerte, zeigten sich die kleinen Kinder geduldig, was sicher auch der Anwesenheit der Hauptakteure, der Poitou-Riesenesel, der Hängebauchschweine Hänsel und Gretel und vieler weiterer Tiere zu verdanken war.


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