Einwände von Anliegern Ärger um Irrgarten-Erweiterung am Alfsee

Von Ilona Uphaus

Erweitert werden soll der Irrgarten am Alfsee. Foto: Johannes BusmannErweitert werden soll der Irrgarten am Alfsee. Foto: Johannes Busmann

Rieste. Zwei gewerbliche Erweiterungsvorhaben standen im Mittelpunkt der Bauausschusssitzung im Riester Rathaus. Die Betreiber vom Bullermeck und vom Irrgarten am Alfsee planen seit längerer Zeit größere Investitionen.

Besonders kontrovers – in der Bürgerfragestunde auch sehr emotional – wurde über den Bebauungsplan Nr. 39 „SO-Gebiet Freizeitanlagen Irrgarten u.a.“ diskutiert. Stolze 156 Seiten Einwände und Anregungen liegen hierzu vor. Ein Anlieger berichtete über das Parkchaos, das bereits jetzt an manchen Tagen herrscht, besonders wenn Busse den Irrgarten ansteuern.

Der schon zu Beginn des Verfahrens angepasste Bebauungsplan sei aus rechtlichen Gründen erneut ausgelegt worden, erklärte der Ausschussvorsitzende Axel Torbecke. Hier sei zwischen Betreiber und Anliegern immer noch „kein Aufeinanderzugehen erkennbar“, bedauerte er. Das Dilemma, dass man keinen Kompromiss finden könne, mache ihn betroffen. Das wichtigste Kriterium sei der Schutz der Nachbarn, sagte Torbecke. Seinem Eindruck nach sei das gewährleistet. Die Grenzen seien gesetzlich festgelegt. Eine Eventscheune werde nicht genehmigt, und der Rutschenturm dürfe nur sechs Meter (geplant waren 8,50 Meter) hoch sein. Die Baugenehmigung enthalte weitere Auflagen, unter anderem die einer schalltechnischen Berechnung. Messungen könnten auch noch nach dem Bau erfolgen, dann müsse eventuell nachjustiert werden. Bei der Abstimmung über die Vorbereitung des Satzungsbeschlusses gab es dann vier Gegenstimmen.

Schallbelästigung und die Parkplatzsituation sind ebenso beim Bullermeck-Vorhaben die Hauptprobleme. Auch hier gibt es Auflagen. Zum Beispiel die Öffnungszeitenbegrenzung auf 23 Uhr und eine vier Meter hohe und elf Meter lange Lärmschutzwand zum Ferienhausgebiet hin. Die Vorbereitung des Satzungsbeschlusses für den Bebauungsplan Nr. 16 „Sondergebiet Westerfeldstraße-Süd“ bekam dennoch zwei Gegenstimmen.