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Zwei Jungen zündelten Kindergarten-Brand Bersenbrück: Täter ermittelt

Von Martin Schmitz


Die Polizei in Bersenbrück hat zwei Kinder ermittelt, die am Montagabend Feuer im Rohbau des Kindergartens in der Hasestraße gelegt haben. Der Schaden wird mit 100000 Euro beziffert. Es hätte schlimmer kommen können, sagt Bürgermeister Christian Klütsch. Die Feuerwehr habe sehr umsichtig gehandelt.

Bersenbrück. Laut einer Pressemitteilung der Polizei hatte ein Passant am Montag gegen 20.10 Uhr zufällig Feuer in dem Gebäude bemerkt und den Notruf gewählt. Zudem sah er zwei jugendlich aussehende Personen vom Brandort weglaufen.

Die Feuerwehren Bersenbrück, Ankum, Talge und Gehrde waren mit etwa 100 Einsatzkräften vor Ort und brachten den Brand unter Kontrolle. Wie sich herausstellte, war in dem Gebäude an mehreren Stellen gelagertes Dämmmaterial vorsätzlich in Brand gesetzt worden. Der entstandene Schaden wurde auf bis zu 100000 Euro geschätzt. Darin enthalten ist auch die Reinigung der innen liegenden Wände und der Fenster, die bei dem Brand durch Ruß stark verschmutzt wurden.

Durch den Hinweis des Zeugen kam die Polizei schnell zwei zehn und 14 Jahre alten Jungen aus der Samtgemeinde Bersenbrück auf die Spur, die noch am Montagabend die Brandstiftung zugaben.

„Keine Verzögerung beim Bau“

Bersenbrücks Bürgermeister Christian Klütsch zeigt sich am Dienstagvormittag erleichtert nach einer Baustellenbesichtigung mit Vertretern der Verwaltung und Jan Wilhelm Witte, Pfarrer der Kirchengemeinde St. Vincentius. Das rasche und sehr umsichtige Vorgehen der Feuerwehrkräfte habe den Schaden in Grenzen gehalten, betont er. Die Einsatzkräfte hätten verhindern können, dass die Flammen auf die Deckenkonstruktion übergegriffen hätten. Zugleich hätten sie auch darauf geachtet, Gebäudeschäden durch Löschwasser zu vermeiden.

In der Baustelle war Dämmmaterial gelagert gewesen, das verbaut werden sollte. Dessen Verpackung hätte gebrannt, nicht aber das feuerhemmende Dämmmaterial selbst. Das Material müsse nun fachgerecht entsorgt werden. Außerdem werde die Stadt die Baustelle durch einen Sachverständigen auf Kontaminationen prüfen lassen. Es sei aber davon auszugehen, dass die Arbeiten zügig weitergehen könnten. Der Bau dürfte ohne Zeitverzögerung fertiggestellt werden können.

Als Ersatz für den über 50Jahre alten Kindergarten „Zur Freude“ in den Außenbezirken Bersenbrücks baut die Stadt gerade für die katholische Kirchengemeinde St. Vincentius einen neuen Kindergarten auf einem Grundstück im Zentrum.