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Zwei Personen leicht verletzt Bersenbrück: Pkw stößt mit Zug zusammen

Von Martin Schmitz


jze/ms Bersenbrück. Am Montagabend hat ein Zug der Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn (ABE) an einem unbeschrankten Bahnübergang in Bersenbrück-Ahausen einen Pkw erfasst. Eine Frau und ein Kind wurden leicht verletzt. Die geplanten Fahrten zwischen Ankum und Bersenbrück am Sonntag sollen trotzdem stattfinden.

Seit vergangenen Mittwoch besitzt die ABE zwei Triebwagen aus der Zeit um 1960, mit denen sie Testfahrten auf der Bahnstrecke Ankum Bersenbrück unternimmt. So auch am Montag.

Laut Polizei Bersenbrück war die Bahn gegen 19.40 Uhr auf Nachtfahrt Richtung Bersenbrück unterwegs, als sie auf der parallel verlaufenden Bundesstraße 214 ein Opel Mocca überholte. Kurz vor Ahausen bog der Pkw rechts ab auf einen Nebenweg mit unbeschranktem Bahnübergang. Dort geriet er vor das Triebwagengespann, das die 42-jährige Fahrerin wohl übersehen haben müsse. Sie und ihr zehnjähriges Kind wurden beim Zusammenstoß leicht verletzt.

Am Donnerstag kommen allerdings Zweifel an dieser Version des Unfallgeschehens auf. Die Fahrerin gibt ab, sie sei aus Richtung Bersenbrück gekommen, hätte somit die Treibwagen nicht überholt. Auch die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass diese Angaben stimmen. Das Unfallgeschehen hätten an Ort und Stelle mehrere Beamte parallel aufgenommen, beim Zusammentragen könne es zu einem Missverständnis gekommen sein.

ABE-Geschäftsführer Ewald Beelmann zeigt sich erleichtert, dass der Unfall glimpflich verlief. Der Zugführer habe kurz vor Ahausen die Fahrt bereits verlangsamt und sofort eine Vollbremsung eingeleitet. Fünf Menschen und ein Hund, die sich im Zug befanden, blieben unversehrt. Licht, Bremsen und die Warnhupe, mit der der Zugführer vor einem unbeschrankten Bahnübergang ein Pfeifsignal gibt, seien in Ordnung gewesen.

Der Triebwagen sei nur leicht beschädigt worden. Bei den für Sonntag angekündigten ersten öffentlichen Fahrten zwischen Ankum und Bersenbrück solle es bleiben.

Die ABE hatte 1962 den Personenverkehr eingestellt. Zum letzen Bahnunfall kam es vor etwa 15 Jahren beim Rangieren eines Güterzuges in Ankum, vor den ein Taxi geriet. Auch damals kam der Fahrer glimpflich davon.


Text nachträglich geändert.