Unternehmerforum Kreissparkasse „Blonder Shaolin“ Marc Gassert in Bersenbrück

Von Peter Selter

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Was hat der vor? Karsten Quint schaut sich die Eisenstange an, die er gleich gemeinsam mit Marc Gassert verbiegen wird. Foto: Peter SelterWas hat der vor? Karsten Quint schaut sich die Eisenstange an, die er gleich gemeinsam mit Marc Gassert verbiegen wird. Foto: Peter Selter

Bersenbrück. Disziplin und mentale Stärke kann man trainieren. Das ist die Botschaft des „blonden Shaolin“, Marc Gassert, der jetzt die gut 130 Besucher des Unternehmerforums der Kreissparkasse Bersenbrück mit seinem interaktiven Vortrag in die Welt der asiatischen Weisheiten einführte.

„Motivation ist wie eine Diva – die kommt nicht.“ Hätte man genügend Disziplin, wäre das kein Problem, betont Marc Gassert. Die Kunst sei, dann, wenn die Motivation gehe, in Bewegung zu bleiben, erklärte der Kommunikationswissenschaftler und Japanologe, der Meistergrade in drei asiatischen Kampfkünsten trägt. Das fand sich auch in dem Titel seines Vortrags „Disziplin: Nicht das Anfangen wird belohnt, sondern das Durchhalten“, wieder.

Die zwei Arten der Disziplin machte der Asienexperte am Beispiel eines Hühnereis deutlich: Werde der Druck von außen zu groß, dann würde Leben zerstört, komme der Druck von Innen, entstehe Leben.

Lebendig und beeindruckend band Marc Gassert auch sein Publikum in den Vortrag ein. Eine besondere Rolle kam dabei zufällig Karsten Quint, dem Unternehmer aus Berge, zu. Gleich zwei Mal erklärte er sich nach einer überzeugenden Ansprache des Referenten bereit, an Übungen teilzunehmen.

Konnte er sich gerade so von seiner ersten Vorführung, einem dreiminütigen Verweilen in hockender Reiterstellung auf der Bühne erholen, sorgte er zusammen mit Marc Gassert für echte Verblüffung. Dieses Mal ging es darum, sich zu konzentrieren, zu Fokussieren.

Durch Fokussieren den Kraftverlust einzudämmen und seine vollen Potenziale zu nutzen, ermögliche, 100 Prozent seiner Leistungsfähigkeit abzurufen, so Gassert. Nun hätte er es dabei belassen können, diesen Satz vorzutragen. Zusammen mit Karsten Quint legte er aber eine zentimeterdicke Baustahlstange unter den Kehlkopf, die beiden fokussierten sich und bogen die Stange so weit, bis sie sich umarmen konnten. Der Applaus der Gäste war ihnen sicher.

Kraftreserven im Körper

Als Motor für sich und damit seine Disziplin könnten drei verschiedene Dinge genutzt werden. Neben dem individuell-wertebasierten Antrieb und der reinen Willenskraft seien es auch biochemische Gründe, die als Motor für Disziplin funktionierten.

Um das „Qi“, also den Speicher der Kraftreserven im Körper immer auf einem möglichst guten Pegel zu halten, könnten auch ganz einfach Übungen unterstützen. So sei es hilfreich, das Innenohr am Kopf zu stimulieren, das zeige positive Effekte. Das könne man beispielsweise durch das Schlagen von Purzelbäumen, Trampolinspringen und Schaukeln erreichen. Marc Gassert: „Sie werden einen Kinderspielplatz künftig mit völlig anderen Augen sehen.“

Zudem sei es hilfreich, durch Bewegung und Training immer wieder dafür zu sorgen, dass der richtige Mix an Hormonen und Neurotransmittern im Körper vorhanden sei. Für die Ausschüttung von Endorphin, dem Hormon, das Schmerzen kaschiere, Dopamin, dem tatsächlichen Glückshormon, dem Belohnungshormon Serotonin und Oxytocin, dem „Beziehungshormon“ zu sorgen, sei ein wichtiger Antrieb für gute Disziplin.

Die Botschaft, die Marc Gassert seinen interessierten Zuhörern mit auf den Weg gab, war, dass Disziplin etwas erstrebenswertes, großartiges, vielleicht die wichtigste Tugend in Ihrem Leben ist. Disziplin hilft uns, unsere Ziele zu erreichen – sei es privat oder beruflich.

So inspiriert verließen die Teilnehmer des Forums nach dem Vortrag und einem gemütlichen Beisammensein dann die Sparkassenzentrale. Auch dafür hatte Marc Gassert einen passenden Ratschlag: Inspiriert zu sein, halte nicht lange an, etwas positiv umzusetzen, bringe die Menschen letztlich weiter.


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