Kirchengemeinde wagt Neubeginn Hasegrund begrüßt Pfarrer Jan Witte in Bersenbrück

Von Franz Buitmann


Bersenbrück. In einem feierlichen Gottesdienst in der St. Vincentius-Kirche Bersenbrück ist Pfarrer Jan Witte durch Dechant Joachim Kieslich in sein neues Amt eingeführt worden.

Seit Ende des vergangenen Jahres war die Pfarrerstelle in der Katholischen Pfarreiengemeinschaft „Hasegrund“ durch den Weggang des bisherigen Pfarrers Hubertus Goldbeck verwaist. In der Übergangszeit verwaltete Domkapitular Alfons Strodt dieses Amt. Nun hat Bischof Franz-Josef Bode Jan Witte, bisher Kaplan in Twistringen, zum neuen Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Hasegrund ernannt. Gemeinsam mit Dechant Joachim Kieslich, Pastor Matthias Köster und Diakon Roland Wille zelebrierte Jan Witte den Einführungsgottesdienst. Zuvor begrüßten für die Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte der vier Gemeinden Anita Geppert, Norbert Remme und Josef Kessens den neuen Pfarrer, indem sie symbolisch den Schlüssel für die einzelnen Kirchen und den Pilgerstab der Pfarreiengemeinschaft übergaben.

Amtseinführung durch Dechant Joachim Kieslich

Dechant Joachim Kieslich verlas die Ernennungsurkunde von Bischof Franz-Josef Bode für Pfarrer Witte, der mit Wirkung vom 1. September sein neues Amt übernommen hat, es ist seine erste Stelle als Pfarrer. Als Pfarrer ist Jan Witte nun auch Vorsitzender der Kirchenvorstände und Verwalter der Finanzen. Der neue Pfarrer hatte zu Beginn des Gottesdienstes zum Ausdruck gebracht, dass er sich auf seine neuen Aufgaben freue und sie mit Vertrauen auf Gottes Hilfe anpacken werde. In seiner Predigt ging Dechant Kieslich auf den Text des Evangeliums ein, in dem es heiße: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“, dieser Text passe zur Einführung des neuen Pfarrers.

„Nicht alles nach Plan gelaufen“

Allerdings erwähnte er auch die Vorgeschichte zu dieser Textstelle, die auf Ärger und Streit in den frühen Christengemeinden verweise. Auch in der Pfarreiengemeinschaft sei nicht alles nach Plan gelaufen, darüber müsse ernsthaft nachgedacht werden. Mit der Einführung von Pfarrer Witte werde ein Neubeginn gesetzt. Der Dechant dankte Domkapitular Strodt für seine engagierte Arbeit in der Übergangszeit, er habe in vielen Gesprächen mit den Gemeindemitgliedern und den Gremien zur Beruhigung beigetragen und Probleme aufgearbeitet. Nun gelte es, in Offenheit und Vertrauen in eine Richtung zu gehen und Menschen für Christus zu begeistern. Pfarrer Witte benötige für seine Aufgaben die Unterstützung aller in den Gemeinden. Die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter trügen dabei eine besondere Verantwortung. Für seine verantwortungsvolle Aufgabe wünschte der Dechant dem neuen Pfarrer Gottes Segen und frohe Gemeinschaften im Verbund des Hasegrunds.

Dank an Pfarradministrator Alfons Strodt

Zum Ende des Gottesdienstes wurde auch von den Gremien der Pfarreiengemeinschaft Pfarradministrator Strodt gedankt, der krankheitsbedingt nicht am Einführungsgottesdienst teilnehmen konnte. Ihm sei kein Weg zu weit gewesen, handfest und ehrlich habe er Gespräche geführt und so ein Klima des Vertrauens geschaffen. Nach seiner Genesung werde ihm dieser Dank überbracht werden. Der neue Pfarrer Witte war sichtlich gerührt über den herzlichen Empfang in der Pfarreiengemeinschaft. Er gehe mit Zuversicht an seine neue Aufgabe, es werde sicher Höhen und Tiefen geben, aber gemeinsam werde man christliche Gemeinde leben.

Empfang in der von-Ravensberg-Schule

Nach dem Gottesdienst hatten die Gläubigen Gelegenheit, beim Empfang in der Aula der von-Ravensberg-Schule mit dem neuen Pfarrer ins Gespräch zu kommen. Unter der Moderation von Franz Huchtkemper machten die Vertreter der vier Kirchengemeinden, Monika Hummert, Anita Geppert, Axel Thye und Susanne Wellmann, in humorvoller Weise Pfarrer Witte mit seinen neuen Aufgaben vertraut, die dieser schmunzelnd zur Kenntnis nahm.

Baier: Ökumenisches Gespräch ist wichtig

Für die Samtgemeinde Bersenbrück überbrachte Samtgemeindebürgermeister Horst Baier Glückwünsche, es gebe viele Berührungspunkte zwischen der Kommune und den Kirchengemeinden, besonders das ökumenische Gespräch sei wichtig. Pastor Anderson Kropp, Vörden, verwies mit der Überreichung einer Luther-Bibel, auf das laufende Lutherjahr. Pastor Jürgen Kuhlmann von der Evangelischen Bonnus-Gemeinde Bersenbrück hatte mit einem gewissen Schmunzeln stärkende Mittel aus der Apotheke bereit, er freue sich auf die ersten Gespräche mit Pfarrer Witte. Pfarrer Witte betonte abschließend noch einmal, man habe ihm das Ankommen in der Pfarreiengemeinschaft leicht gemacht, er freue sich auf die vielen neuen Kontakte und Gespräche.