Liebeskummer und Erwachsenwerden Bersenbrückerin veröffentlicht ihre erste Pop-CD

Sophia Steinhaus veröffentlicht ihre erste CD. Foto: Katharina PreuthSophia Steinhaus veröffentlicht ihre erste CD. Foto: Katharina Preuth

Bersenbrück. Die Bersenbrücker Musikstudentin Sophia Steinhaus hat ihre erste CD veröffentlicht. Das Album trägt den Namen „What I found“.

Mit kurzen roten Haaren, den Blick in die Ferne gerichtet, präsentiert sich die 20-jährige Sophia Steinhaus auf dem Cover ihres ersten Albums. Es heißt „What I found“ (Was ich gefunden habe). Diese Textzeile stammt aus dem ersten Lied der Platte. In „Not the first time“, aber auch in allen anderen Liedern, singt die Bersenbrückerin über ihren Liebeskummer. Sie werde es überleben, es sei nicht das erste Mal, dass sie stirbt, singt sie. Nicht auf deutsch, aber auf englisch. „Englisch ist meine Musiksprache“, sagt Sophia Steinhaus. Sie höre wenig deutsche Musik. Durch die Songtexte habe sie Englisch gelernt, erzählt die Studentin weiter. Ihre eigenen Stücke sind emotional und manchmal traurig.

„Ich finde es einfacher, zu schreiben, wenn ich traurig bin“

Die junge Frau singt über den Herzschmerz der ersten Liebe und damit gleichzeitig über das Erwachsenwerden, denn das eine kommt selten ohne das andere daher. „Herzausschüttenmäßig“ beschreibt Sophia Steinhaus selbst das Album. „Ich finde es einfacher, zu schreiben, wenn ich traurig bin, als wenn ich gut drauf bin“, erklärt sie. Am Klavier oder der Gitarre hat sie die Songs geschrieben, erst im Studio hat Produzent Peter Patzer die Lieder mit verschiedenen Instrumenten arrangiert. Ganze eineinhalb Jahre haben die beiden gemeinsam an der Fertigstellung gearbeitet. „Es steckt viel Herzblut in den Liedern, da ist die Wahl des Produzenten enorm wichtig. Entscheidend ist, dass man auf einer Ebene ist“, weiß Sophia Steinhaus. „Peter macht auf klassische Weise Popmusik, sie ist nicht Mainstream gebügelt, das gefällt mir so gut“, sagt sie dann noch.

Studium an der Hochschule Osnabrück

Wenn die Bersenbrückerin nicht gerade auf einem Bauernhof bei Wilhelmshaven ihre Lieder einsingt, studiert sie am Institut für Musik der Hochschule in Osnabrück Popgesang. Hier wird nur genommen, wer schon Erfahrung und Talent mitbringt. Auf beides kann die 20-Jährige zurückgreifen. Schon mit vier Jahren hat sie begonnen Geige zu spielen. Ganz freiwillig sei das gewesen, erinnert sie sich. Von der achten Klasse bis zum Abitur hat sie am Gymnasium Bersenbrück in der Big Band gesungen. Dann spielt Sophia Steinhaus noch Klavier und Gitarre.

Mutter als Organisatorin

Nachdem das Album fertig ist, muss es jetzt beworben werden. Dazu versucht sie gemeinsam mit ihrer Band, so viele Auftritte wie möglich zu bekommen. Los ging es mit der Campusnacht an der Osnabrücker Uni, dann steht ein Stadtfest in Sandkrug an und ein Auftritt im Unikeller Osnabrück. Ihr Album gibts dann für 15 Euro bei den Live-Konzerten zu kaufen, außerdem an verschiedenen Stellen in ihrer Heimatstadt Bersenbrück und in Ankum. Und zwar bei der Bücherwelt Bersenbrück, im Copy Shop, Ankum, beim Restaurant Luccese und beim Bäcker Berens in Ankum. Ihre Mutter hat die Verkaufsstellen organisiert und steht auch ansonsten unterstützend an der Seite ihrer musizierenden Tochter. „Das ist alles sehr, sehr gut“, sagt der Sprössling dazu.


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