Mehr Stellplätze Ankum auf dem Weg zum Wohnmobil-Paradies

Ankum. Glückliches Ankum, du hast es besser: Sein Parkplatz für Wohnmobile ist so stark beansprucht, dass er erweitert werden soll.

Bersenbrück ist dabei, erste Stellplätze zu schaffen, begleitet vom üblichen Getöse der Stadtratsfraktionen. In Ankum gibt es seit dem Frühjahr 2016 bereits sechs Stellplätze für Wohnmobile mit Stromanschlüssen . 2016 habe es dort 360 Übernachtungen gegeben, berichtet Johannes Billenkamp (UWG) dem Ankumer Gemeinderat am Donnerstagabend. Mit dem Ausschuss für regionale Wirtschaft, Marketing und Tourismus hatte sich Billenkamp mit Joachim Bosse an Ort und Stelle getroffen, der die Wohnmobilisten ehrenamtlich betreut. 2017 seien es in einem knappen halben Jahr bereits 260 Übernachtungen gewesen. Über Quittungen, die Gäste auf Bosses Bittein einen Briefkasten warfen, fand der heraus, dass jeder Wohnmobilist pro Tag knapp 50 Euro in Ankum ausgibt.

Ankum verdiene also Geld mit den Touristen, schloss Billenkamp. Dafür sei es von Vorteil, dass die Plätze sehr zentral.

Bosse zufolge sei der Womo-Parkplatz überlastet. Deshalb habe er die Gemeinde gebeten, sechs zusätzliche Stellplätze zu schaffen. Sie sollen so am Rande des Marktplatzes untergebracht werden, dass dort auch überlange Wohnwagengespanne Platz finden könnten.

Der Ausschuss einigte sich mit Bosse schließlich auf vier Stellplätze. Kostenpunkt: knapp 10000 Euro. Denkbar sei auch eine Stromtanksäule für Elektroautos an dieser Stelle , berichtete Billenkamp weiter .

Reitplatz am Ankumer See

Ferner empfiehlt der Ausschuss, das Gelände am Ankumer See neu zu überplanen, nicht als neue Planung, sondern als Zusammenfassung und Optimierung sämtlicher Pläne, die bisher für die „Seenplatte“ (Billenkamp) gemacht wurden. Die Pläne für Dobelmanns Ferienwohnungen an der Ostseite könnten eingehen, wenn sie rechtzeitig fertig würden, die Platzierung der Wassermühle, die der Heimatverein wieder aufbauen wolle und eine Abgrenzung zu den Wohnbauten an der Straße Brunning. Zu überlegen sei auch, wo und wie man einen neuen Aufgang vom See zum Brunning schaffen könne, vielleicht sogar barrierefrei.

Ralf Gramann (Grüne) fragte nach Plänen Ulrich Kasselmanns für einen Reitplatz am See. Der Geschäftsmann habe einen Bauantrag für ein Multifunktionsfeld an Stelle des Bolzplatzes gestellt, auf dem auch Reiten möglich sei, antwortet Michael Wübben von der Verwaltung. Der Gemeinderat habe dem Projekt in der vergangenen Legislaturperiode zugestimmt. Eine Baugenehmigung gebe es aber noch nicht.

Außerdem habe sich der Ausschuss damit beschäftigt, auf welchen Souvenirs das neue Ankumer Logo prangen solle und wie man den Ortsschildern von 1977 mehr Pfiff verleihen und sie auffälliger platzieren könne. Beim jüngsten Unternehmerfrühstück im Mai sei die Teilnahme mau gewesen, beklagt der Vorsitzende Billenkamp.


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