In der Wellness-Oase Gut Varendorf Wohlfühl-Garten für bis zu 23 Damen hinter Riester Mauern


Rieste. Die hohen Bruchsteinmauern rundherum gestatten Außenstehenden kaum einen Einblick in den Garten des Wellness- und Beauty-Hotels Gut Varendorf in Rieste. Etwa 3000 Quadratmeter Rasenfläche gebe es hier, sagt Ulrich Garrelts.

Teiche, ein Wäldchen, dazu einzelne mächtige Bäume – darunter Trauerbuche, Eiben, Mammutbaum und Eichen –, mehrere Beete, Sonnenblumen aller Art und in allen Fraben, Bambus-Variationen, Gründächer sowie ein Gehege mit zutraulichen Rehen und Hühnern kommen dazu. Mittendrin finden sich Wege zum Flanieren, einige Liegen und Sitzgelegenheiten oder auch das „Bienenhaus“ als Rückzugsort und Treffpunkt auf einen Kaffee.

Garrelts ist auf Gut Varendorf ein Mit-Gesellschafter, aber auch einer, der kräftig anpackt. Im Büro gleichermaßen wie als Einkäufer oder bei der Gestaltung der Außenanlagen. Die Gesamtanlage der Beauty-Farm (seit Jahren laut Relax-Guide in den Top10 entsprechender Hotels in Deutschland und Österreich) ist samt Golfplatzbahnen etwa 2,5 Hektar groß.. „Ganz, ganz früher war das hier ein Schlammloch, jetzt feiern wir in diesen Tagen 30-jähriges Bestehen als Wellness-Hotel. In diesen drei Jahrzehnten hat sich auch der Garten immer mehr entwickelt“, erläutert Garrelts.

Chefin auf der Gut Varendorf ist bekanntlich Claudia Gellersen. Alles Grüne und Blühende hat sie jedoch weitgehend in die Hände des gelernten Elektrikers gelegt. Zusammen mit zwei Gärtnern – und gelegentlich einigen Schülern als Aushilfen – sorgt Garrelts für dessen Pflege. „Einer von uns ist täglich alleine acht Stunden lang mit dem Gießen der Pflanzen beschäftigt. Das ist das Normalste“, betont er.

Inzwischen seit 30 Jahren in Rieste

Bis zu 23 Gäste auf der Schönheitsfarm – allesamt weiblich – genießen jeweils für eine Woche die Annehmlichkeiten rund um Kosmetik, Körperpflege und Erholung. Der liebevoll gestaltete, weitläufige Garten soll dazu (s)einen Beitrag leisten. „Er ist für die Gäste da. Er ist so angelegt, dass sie sich wohlfühlen können“, betont Garrelts, „für jeden ist etwas dabei.“

Er versuche immer, bei der Gestaltung der Außenanlagen von Gut Varendorf „Farbspiele zu erzeugen“, ergänzt Garrelts. Und weil über das ganze Jahr Damen nach Rieste in die Wellness-Oase kämen und den Garten nutzen, müssten „auch genügend immergrüne Pflanzen dabeisein. Darauf müssen wir bei natürlich achten.“

Die Gartenarbeit sei für seine beiden Gärtner und ihn selbst – nicht ganz überraschend – im Sommer am intensivsten. Im Winter herrsche dagegen deutlich mehr Ruhe in den Beeten. Dennoch gebe es „auch dann genug zu tun“. Die persönliche Leidenschaft von Garrelts gilt momentan übrigens den Eiben. „Die sind irgendwie immer grün“, das gefällt ihm an diesen Bäumen, „und sie sind sehr, sehr schnittverträglich“.

Garrelts hat in diesem Moment bereits das erwähnte Gehege mit den Rehen und den Hühnern betreten. Er geht einige Meter hinein. In der Hand hält er einen langen Zweig mit Blättern. Sofort kommen die Tiere näher. Sie kennen ihn, sie vertrauen ihm. Sie fressen ihm regelrecht aus den Händen. Auch sie sind ein fester Bestandteil der varendorfschen Gartenlandschaft.


0 Kommentare