„Wäre gern geblieben“ Hasegrund: Bewegender Abschied für Pfarrer Goldbeck

Von Reinhard Rehkamp


rr Bersenbrück. Spannungen im Seelsorgeteam hatten dazu geführt, dass Hubertus Goldbeck auch nach einer Auszeit auf eine Fortsetzung seiner Arbeit als leitender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Hasegrund verzichtete. Sein Abschied in Bersenbrück zeigt, dass der Geistliche in den Pfarrgemeinden Bersenbrück, Alfhausen, Rieste und Vörden zugleich sehr populär war.

Verabschiedet wurde der Pfarrer in der Vorabendmesse zu Christi Himmelfahrt in der St.-Vincentiuskirche Bersenbrück. Regionalkantor Axel Eichhorn hatte zu Gestaltung dieses festlichen Gottesdienstes einen Projektchor zusammengestellt. Rund 50 Sänger aller Altersgruppen und Konfessionen aus unterschiedlichen kirchlichen und weltlichen Chören der Pfarreiengemeinschaft Hasegrund gehörten dem Chor an.

Während seiner Predigt ging Goldbeck kurz auch auf seine Person und vergangenen drei Jahre an der Spitze des neu gebildeten Pfarreiengemeinschaft ein. Er wäre gern in Bersenbrück geblieben, erklärte er. Im April hatte das Bistum Osnabrück bekannt gegeben, dass Goldbeck auf eine Rückkehr nach seiner Auszeit verzichte, um den Neuanfang nicht zu gefährden. Seine Nachfolge in Bersenbrück tritt im Herbst Jan Witte an. Beim Auszug am Ende des Gottesdienstes gab es lang anhaltenden Applaus für den sichtlich ergriffenen Pfarrer.

Wanderstock und Hubertus-Tropfen

Für die vier Kirchengemeinden übernahm stellvertretend Josef Kessens vom Bersenbrücker Kirchenvorstand in Gegenwart der anderen Pfarrgemeinderats- und Kirchenvorstandsvertreter die Verabschiedung beim anschließenden Empfang im Pfarrheimgarten vor. Kessens dankte für die gute und angenehme Zusammenarbeit. „Wir lassen ihn schweren Herzens gehen“, führte er weiter aus. Er überreichte Goldbeck einen Wander-Geldgutschein für den „Hubertus-Pilgerweg“, damit die Verpflegungs- und Übernachtungskosten auf seinem Weg in seine persönliche Zukunft sichergestellt sind. Zur zünftigen Ausrüstung für einen Pilgerweg erhielt er auch noch ein Paar Wanderschuhe, einen Wanderstock, etwas Obst als Proviant und Hubertus-Tropfen. Für seine neue Pfarrertätigkeit in den Kirchengemeinden Bad Bentheim und Schüttorf wünschte Kessens einen guten Start, alles Gute und Gottes Segen.

Für das pastorale Team dankte der pastorale Koordinator Matthias Lemper dem scheidenden Pfarrer. Eine nicht abreißende Schlange von Gemeindemitgliedern schüttelte Goldbeck dann anschließend zum letzten Mal die Hand, um sich bei ihm persönlich zu verabschieden und alles Gute für die Zukunft zu wünschen. Dabei unterdrückte so mancher einschließlich des Pfarrers eine Träne.


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