Sperrung Bramscher Straße „Schuh-Lagi“ zieht um in Bersenbrücker Innenstadt

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Bersenbrück. Der Tag rückt näher, an dem die Bramscher Straße in Bersenbrück auf Monate für Bauarbeiten geschlossen wird. Für sein Schuhhaus hat Rainer Lagemann die Konsequenzen gezogen.

Das Schuhhaus Lagemann gehört mittlerweile zu den ältesten Traditionsgeschäften der Stadt. Rainers Großvater Bernhard gründete es 1924. Es liegt an einem Abschnitt der Bramscher Straße, in dem in diesem Jahr im Zuge der Mittelflach-Kanalsanisierung das Kanalsystem getauscht und die Fahrbahn erneuert wird. Der Abschnitt beginnt an der Einmündung der Bahnhofstraße und zieht sich bis Einmündung der Straße Eckelkamp. Im Eckelkamp wird die Kanal- und Straßensanierung danach fortgesetzt, erfahrungsgemäß ziehen sich diese Arbeiten wohl bis in den späten Herbst hin. Die Kanalbauer müssen von Hausanschluss zu Hausanschluss vorrücken, damit kein Haushalt länger als unbedingt nötig ohne Frischwasser und eine Schmutzwasserableitung auskommen muss.

Rainer Lagemann möchte aber vermeiden, dass sein Schuhgeschäft über Wochen nur zu Fuß durch eine Baustelle zu erreichen ist. Deshalb zieht es zeitweilig in die Innenstadt um. Tagelang schafften „Schuh-Lagi“, seine Familie und Mitarbeiter Regale, Schuhsortiment und alles, was im Laden gebraucht wird, von der Bramscher Straße hinüber in die Lindenstraße. Dort im Haus Nummer 9, in dem vor einiger Zeit noch das Modegeschäft „Mio Amica“ zu Hause war, richteten sie sich ein. Am Dienstag, 2. Mai, öffnet das Geschäft dort zum ersten Mal für seine Kunden.

In der Bramscher Straße haben die Bauarbeiten bereits begonnen, allerdings ohne Sperrung. Im Bürgersteig werde vorab eine Wasserleitung ausgetauscht, teilt Reinhold Heidemann mit. Bevor die Straße gesperrt werde, solle der Bürgersteig wiederhergestellt und nutzbar sein, so der Leiter des städtischen Bauamts. Mit der Einrichtung der eigentlichen Straßenbaustelle rechnet er in der Woche ab dem 8. Mai.

Froh zeigt sich Heidemann über eine Einigung der Stadt mit dem niedersächsischen Straßenbauamt über umfangreiche Erneuerungen an der B 214 rund um den Bahnübergang und östlich der Ampelkreuzung bis über die Hasebrücke hinweg. Diese Arbeiten werden auf Wunsch der Stadt um ein Jahr verschoben, was Cord Lüesse für das niedersächsische Straßenbauamt Osnabrück bestätigt.

Wenn die Bramscher Straße als wichtigste Ausfallstraße der Stadt nach Süden teilweise gesperrt ist, soll wenigstens die B 214 frei bleiben, wichtigste Ost-West-Durchfahrt durch Bersenbrück. Die Bundesstraße wird auch gebraucht für umfangreiche Bauarbeiten in der Innenstadt. In wenigen Wochen beginnt an der Hasestraße der Bau eines neuen Kindergartens.

Außerdem soll in der Nähe die Feuerwehrtechnische Zentrale abgerissen werden, um Platz zu schaffen für eine Neubau des Altenheims St. Josefstift. Besatzung und Ausrüstung der FTZ sind bereits umgezogen ins neue Logistikzentrum Nord des Landkreises Osnabrück, das südlich von Bersenbrück gebaut wurde. In Bersenbrück blühen bereits Spekulationen darüber, wie der 30 Meter hohe Schlauchturm der Feuerwehrzentrale niedergebracht werden soll. Abgesehen von St. Vincentius und seinem Kirchturm ist der wuchtige Backsteinturm der FTZ das höchste Gebäude der Bersenbrücker Innenstadt.

Die Frage wird sich wohl bald klären. Der Landkreis Osnabrück habe die Abrissarbeiten gerade ausgeschrieben. teilt ein Sprecher mit.


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