Hier berät die Chefin selbst Bersenbrücker Traditionshaus Lange besteht 90 Jahre

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Das Lieblingsstück der Inhaberin: Die braune Damenhandtasche aus Italien findet Margret Lange, die Inhaberin des Lederwarenfachgeschäfts an der Bersenbrücker Lindenstraße, besonders schön. Foto: Peter SelterDas Lieblingsstück der Inhaberin: Die braune Damenhandtasche aus Italien findet Margret Lange, die Inhaberin des Lederwarenfachgeschäfts an der Bersenbrücker Lindenstraße, besonders schön. Foto: Peter Selter

Bersenbrück. Wenn sich die Ladentür des Fachgeschäfts Lange an der Bersenbrücker Lindenstraße öffnet, nehmen die Kunden einen feinen Geruch von Leder wahr. „Es macht einfach ganz großen Spaß, hier Lederwaren anzubieten“ – die Freude an ihrer Arbeit ist Margret Lange, der Inhaberin des Fachgeschäfts für Lederwaren, Koffer und Taschen, anzumerken. In diesem Jahr besteht das traditionsreiche Geschäft seit 90 Jahren.

„Wir ordern viele Produkte direkt auf der Offenbacher Lederwarenmesse“, erzählt Margret Lange. Auf der weltgrößten Fachmesse für Lederwaren würde sie dann immer wieder Neuigkeiten entdecken und aktuelle Ware ordern. Das merken dann auch die Kunden, wenn sich die Auslage immer wieder verändert.

Sattlerei und Polsterei

Zum Sortiment des traditionsreichen Geschäfts, das als Sattlerei und Polsterei im Jahr 1927 gegründet wurde, gehören heute Damenhandtaschen aus verschiedenen Materialien, Kleinlederwaren, Weich- und Hartschalentrolleys, Freizeit- und Reisegepäck, Ranzen und Schultaschen sowie Berufstaschen und Schirme.

Margret Lange, die das Geschäft selbst seit 2003 führt, gehört zu rund 1400 spezialisierte Lederwarenfachhändlern in Deutschland. Nach Einschätzung des Bundesverbandes des Deutschen Lederwaren-Einzelhandels stellen die Ladengeschäfte vor Ort nach wie vor den wichtigsten Vertriebsweg dar. Dabei wachse der Markt nach wie vor.

Alle Einzelhändler betroffen

Der Bundesverband schätzt, dass im vergangenen Jahr Taschen, Koffer, Schulranzen und Kleinlederwaren im Wert von 2,6 Milliarden Euro an die Kunden abgegeben wurden. Das betreffe alle Vertriebswege – vom Fachgeschäft über den Online-Handel bis zu den Lebensmitteldiscountern.

Und wie wirkt sich das Internet im Hause Lange aus? Betroffen seien alle Einzelhändler, so Margret Lange. „Wenn es eine ehrliche Sache ist, ist es für mich in Ordnung“, betont die Inhaberin. Ehrlich sei die Nutzung dann, wenn der Kunde auf die persönliche Beratung durch einen Fachmann verzichte und direkt im Internet bestellt. Wer sich aber zuerst bei den Einzelhändlern die Sachen ansehe, sich beraten lasse und dann im Internet kaufe, dann sei das nicht in Ordnung.

Über Mittag geöffnet

Das Ladengeschäft ohne Schwellenängste zu betreten und sich ohne Kauf- und Zeitdruck beraten zu lassen, sei für die Kunden wichtig. In der persönlichen Beratung sei es dann möglich, konkret auf die Wünsche der Kunden einzugehen. Übrigens sei das auch einer der Gründe, warum sie selbstverständlich auch über Mittag geöffnet habe.

Viele Menschen, die in Bersenbrück arbeiten und in der Mittagspause durch die Stadt bummeln, würden zu ihr in das Geschäft kommen, so Margret Lange. Zudem sei es zu bemerken, dass immer wieder neue Besucher kämen. Die großen Bersenbrücker Firmen, aber auch der Niedersachenpark mit einer Vielzahl von Arbeitsplätzen und der Alfsee mit zahlreichen Gästen hätten großen Anteil daran.

Lederwaren sind ihr Hobby

Das alles zusammen ist für Margret Lange Grund dafür, täglich für ihre Kunden da zu sein und sie zu beraten. „Ich übe meinen Beruf einfach gerne aus“, verrät sie. Denn es gehe für sie nicht nur um die Arbeit, schließlich seien gute und schöne Lederwaren ihr Hobby. Das merken die Kunden sehr schnell, wenn sie das Ladengeschäft betreten.


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