CDU informierte in Ankum „Hallenbad in Bersenbrück nicht nachvollziehbar“

Der Beton bröckelt: Das Hallenbad Ankum muss dringend erneuert werden. Die CDU Ankum-Eggermühlen-Kettenkamp widmete dem Theam einen Abend. Foto: Peter SelterDer Beton bröckelt: Das Hallenbad Ankum muss dringend erneuert werden. Die CDU Ankum-Eggermühlen-Kettenkamp widmete dem Theam einen Abend. Foto: Peter Selter

Ankum. Nach dem Bersenbrücker Samtgemeinderat kommt auch die CDU Ankum-Eggermühlen-Kettenkamp zum Schluss, ein Neubau des Ankumer Hallenbades sei sinnvoller als eine Sanierung. Der Vorschlag, alternativ ein Hallenbad an das Bersenbrücker Freibad anzuschließen, erscheint der CDU „nicht nachvollziehbar“.

„Nur ein Neubau kommt aufgrund der abgängigen Bausubstanz und der maroden Technik infrage“, stellte der Gemeindeverbandsvorsitzende Andreas Hettwer auf einem Informations- und Diskussionsabend zum Thema in Ankum fest. Laut einer Pressemitteilung des Gemeindeverbandes stimmte Markus Frerker zu, Vorsitzender des Bauausschusses der Samtgemeinde: Nicht nur die Technik, auch Baukörper und Tragwerk wiesen erhebliche Mängel auf, die eine Sanierung nicht rechtfertigten.

Klar sei aber auch, dass ein Neubau nicht einem „Spaßbad“, sondern vielmehr einem Lehrschwimmbecken in aktueller Ausführung entsprechen solle, bekräftigte Hettwer. Welche Beckengröße sinnvoll sei, müssten die weiteren Planungen zeigen. In der Diskussion war nämlich zu hören, einer Verlängerung der Bahnen auf 25 Meter könne dem Schwimmsport Auftrieb geben, sie sei Voraussetzung für optimales Training und mögliche Wettkämpfe.

Investor und Anmietung?

Zu aktuell kursierenden Kostenschätzungen von vier bis sechs Millionen Euro äußerte sich Hettwer sehr zurückhaltend. „Zu diesem Zeitpunkt kann noch niemand absehen, was am Ende auf die Samtgemeinde zukommt.“ Klar sei aber auch, „dass der finanzielle Spielraum der Samtgemeinde begrenzt ist und es durch diese Baumaßnahme nicht zu einer Erhöhung der Samtgemeindeumlage kommen darf“, betont der CDU-Gemeindeverband. Ob sich ein Neubau nicht auch über einen Investor und Vermietung an die Samtgemeinde finanzieren ließe, bot Diskussionsstoff für den weiteren Abend.

Die vom Bersenbrücker Bürgermeister Christian Klütsch ins Spiel gebrachte Angliederung des Hallenbades an das Bersenbrücker Freibad weist der CDU-Gemeindeverband zurück, will vielmehr eine ausgeglichene Infrastruktur innerhalb der Samtgemeinde. Dass ein Neubau in Bersenbrück deutlich günstiger seine solle, erscheint nicht nachvollziehbar.


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