Aufnahme ins Förderprogramm? Kettenkamp und Ankum wollen Dorfregion werden

Von Martin Schmitz

Kettenkamp und Ankum wollen Dorfregion werden. Zu einem Abstimmungsgespräch trafen sich Kommunalpolitiker aus beiden Orten in Kettenkamp: Christoph Lüken, Heinrich Möller, Detert Brummer-Bange, Reinhard Wilke, Michael Johanning, Gerd Holzgräfe und Philipp Heuer (von links).Foto: Gemeinde KettenkampKettenkamp und Ankum wollen Dorfregion werden. Zu einem Abstimmungsgespräch trafen sich Kommunalpolitiker aus beiden Orten in Kettenkamp: Christoph Lüken, Heinrich Möller, Detert Brummer-Bange, Reinhard Wilke, Michael Johanning, Gerd Holzgräfe und Philipp Heuer (von links).Foto: Gemeinde Kettenkamp

Kettenkamp. Immer mehr Gemeinden im Altkreis Bersenbrück schließen sich zu Dorfregionen zusammen, um an Fördergelder aus dem Dorferneuerungsprogramm zu kommen. Auch Kettenkamp und Ankum wollen sich zusammentun, wären damit die dritte Dorfregion in der Samtgemeinde Bersenbrück.

Am weitesten fortgeschritten sind Alfhausen und Rieste, die als Alfseeregion vor den ersten Förderbewilligungen stehen. Kettenkamps Nachbar Eggermühlen blickt sogar über die Samtgemeinde Bersenbrück hinaus und entdeckt gemeinsame Interessen mit Bippen. In der Samtgemeinde Neuenkirchen machen sich Neuenkirchen und Merzen auf den Weg, auch woanders werden Überlegungen angestellt.

Welche der Nachbargemeinden hat Interesse, gemeinsam mit Kettenkamp einen Antrag auf Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm zu stellen? Mit dieser Frage wandte sich die Kommune an ihre Nachbarn und wurde fündig in Ankum, teilt Kettenkamp in einer Presseerklärung mit. In einem Abstimmungsgespräch seien jetzt die Weichen für einen gemeinsamen Antrag gestellt worden.

Kettenkamp hatte demnach alle Nachbargemeinden kontaktiert, die als Partner für einen Antrag infrage kamen. Nortrup sei bereits in der Dorfregion Artland involviert, Eggermühlen und Berge hätten andere Pläne und seien an einer Zusammenarbeit nicht interessiert. Die Ankumer dagegen hätten ihrerseits bereits eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, sie erarbeite bereits einen Antrag. Da sei die Kettenkamper Anfrage gerade recht gekommen.

Acht Jahre Fördergelder

Als sogenannte „Dorfregion“ würden sie in diesem Programm eng zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit sei sinnvoll, um in den Genuss einer Förderung zu gelangen. Viele Themen würden sich trotz der Größenunterschiede der Orte ähnlich darstellen.

Themen seien beispielsweise barrierefreie Verkehrswege, attraktiver Dorfkern, Leerstandsmanagement von Häusern und Geschäften oder Kultur und Vereinswesen. Das sieht auch der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Kettenkamp, Michael Johanning, so: „Wir sind hier aktiv auf die Nachbargemeinden zugegangen, weil nicht nur bei diesem Thema eine konstruktive Zusammenarbeit über kommunale Grenzen sinnvoll und förderlich ist. Das sollten wir in vielen weiteren Themenfeldern weiter ausbauen.“

Beide Gemeinden beabsichtigten nun, einen gemeinsamen Regionsantrag zu erstellen, die Förderkulisse für die nächste Dorferneuerung könne über acht Jahre laufen. Die Bürgermeister Reinhard Wilke und Detert Brummer-Bange seien zufrieden mit den Ergebnissen des ersten Termins: „Wir freuen uns über die Bereitschaft unserer Gemeinden und die hoffentlich positive Erstellung eines Antrages“, zitiert die Presseerklärung die beiden.

Nun gelte es, ein gemeinsames Beratungsbüro zu finden, das den Antrag formuliert. Inhalte sollen unter Beteiligung der Bürger beider Gemeinden gefunden werden.