Von Indie bis Rock`n`Roll „Itchy Poopzkid“ und Co. rocken beim Talge Open Air


mxk/nor Talge. Die Rockfans in der Region zählen schon die Tage. Am 7. und 8. Juli 2017 wird es wieder laut in der idyllischen Bauerschaft Talge. Dann verwandelt sich der Talger Sportplatz bereits zum 23. Mal in eine Open-Air-Arena. Die Organisatoren basteln schon kräftig am Line-Up und haben bereits acht Bands gebucht.

So langsam aber sicher wird es wieder wärmer, die Lust auf die Festivalsaison steigt. Als Headliner beim Talge Open Air sind „Itchy Poopzkid“ bestätigt. Die dreiköpfige Punkrock-Band von der Schwäbischen Alb, die vor zwei Jahren schon beim Fürstenauer „Rock am Schloss“ kräftig abgeräumt hat, hat sich mit über 800 Konzerten und dutzenden Touren schon längst einen Namen in der Szene gemacht. Vor zwei Jahren haben „Itchy Poopkid“ ihr sechtes Album „Six“ veröffentlicht und im Oktober 2016 im Ulmer Roxy vor ausverkauftem Haus ihr 15-jähriges Bandjubiläum gefeiert. Nach einer kurzen Pause sind Sebastian „Sibbi“ Hafner (Gesang, Gitarre, Bass), Daniel „Panzer“ Friedl (Gesang, Bass, Gitarre) und Max Zimmer (Schlagzeugt) bereit, Talge in ein „singendes und schwitzendes Chaos zu verwandeln“ – denn das können sie nach eigenen Aussagen am Besten.

Auch die Hamburger Formation „Schrottgrenze“ war viele Jahre fester Bestandteil, der Punk- und Indieszene, ehe sie sich 2010 auflöste. Nun ist die Band wieder da und veröffentlichte im Januar das neue Album „Glitzer auf Beton“. Dort nehmen die Power-Pop-Künstler kein Blatt vor den Mund und lassen Vorurteile und Geschlechter-Konstruktionen hinter sich. In den Texten geht es wie so oft um die Liebe, die „sich sowieso nicht um Grenzen schert“. Weg von veraltetem Gedankengut, hin zu neuen wegweisenden Veränderungen in der Gesellschaft: Dafür stehen „Schrottgrenze“.

Aus Berlin kommen „Val Sinestra“, die vor einigen Wochen ihr Debütalbum „Unter Druck“ herausgebracht haben. Kräftig Druck ablassen wollen die Hardcore-Rock´n´Roller mit einer kräftigen Live-Performance in Talge. „Auch wenn der Sound eher auf Abriss ausgelegt ist, sind die Texte alles andere als Sauf- und Party-Hymnen“, erklärt die Band auf ihrer Facebook-Seite. Thematisch geht es also um ernste Themen im Bezug auf Freunde und Familie, aber auch gewisse Aspekte der Selbstfindung. Hin oder her: „Val Sinestra“ rockt.

Auch „Lygo“ aus Bonn stehen schon fest auf dem Talger Line-up. Die drei Jungs spielen feinsten deutschsprachigen Punkrock, der die Tanzlustigen mit frischer Musik versorgt. Derzeit ist das Trio mit seiner „Winter überstanden“-Tour quer durch Deutschland unterwegs.

Gespannt sein darf, darf man auch darauf was die Bands „Kenso“ und „Brett“ so auf die Talger Bühne bringen. Die fünf Jungs von „Kenso“ stehen noch am Beginn ihrer Live-Karriere und wollen in Talge das Publikum mit ihrer Mischung aus treibenden Beats und dem Sound der 70er überzeugen. Dass sie nicht in eine Genre-Schublade passen, behaupten viele Bands von sich. Da ist die Hamburger Formation „Brett“ in guter Gesellschaft. Das Musik-Magazin „Visions“ beschrieb die Musik der Band, die derzeit ihre neue EP auf einer Release-Tournee vorstellt als „poppigen Indiepunk“.

Fast ein Heimspiel haben die Indie-Punkter „Hi!Spencer“, die aus Osnabrück über den Penter Knapp reisen, und die unverwüstlichen Emsländer von „Civil Courage“ aus Lähden. Die fünf Sandkastenfreunde von „Hi!Spencer“ wissen, was es heißt, zu rocken. Mit dem Herz auf der Zunge und dem Schweiß in den Augen machen sie keine halben Sachen und freuen sich 2017 auf viel frische Bühnenluft. Als sich „Hi!Spencer“ im Herbst 2012 gründete, hatten die vier „Civils“ schon weit über 100 Live-Auftritte hinter sich. „So wie Bud Spencer und Terence Hill“ heißt das neue Album der von Zille (Gesang), Klose (Gitarre), Dr. Oste (Bass) und Merschi (Schlagzeug), die sich mit dem Werk selbst zum 25-jährigen Bandbestehen beschenkten.

Neben den zahlreichen Musik-Acts ist das „Kleinhirnturnier“ jedes Jahr Bestandteil des Open Airs. Im Warnefeldstadion des FC Talge treten hier bis zu 40 Hobby-Fußballteams gegeneinander an, um das Warten zwischen Freitagabend und dem ersten Gig am Samstag zu verkürzen.

Tickets gibt es unter www.kartenwerk.net. Eine Tageskarte kostet 14 Euro. Das Kombiticket ist für 20 Euro zu haben.


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