„Gute Stube“ im Nordkreis Ankumer See- und Sporthotel hat jetzt vier Sterne

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Vier-Sterne-Hotel: Über die Auszeichnung freuten sich jetzt Detert Brummer-Bange, Klaus Schuchardt, Christiane Wurst, Thayarni Garthoff, Michael Lübbersmann, Wilhelm Koormann, Georg Dobelmann und Horst Baier. Foto: Peter SelterVier-Sterne-Hotel: Über die Auszeichnung freuten sich jetzt Detert Brummer-Bange, Klaus Schuchardt, Christiane Wurst, Thayarni Garthoff, Michael Lübbersmann, Wilhelm Koormann, Georg Dobelmann und Horst Baier. Foto: Peter Selter

Ankum. Das See- und Sporthotel in Ankum ist jetzt ein „Vier-Sterne-Haus“. Die Deutsche Gesellschaft für Hotelklassifizierung hat das Hotel jetzt ausgezeichnet. Das Team des Hauses freut sich sehr, legt aber Wert darauf, dass das Hotel auch künftig eine „Gute Stube“ für alle Gäste ist.

Erfolgt eine regelmäßige Kopfkissen-Tiefenreinigung? Stehen Hausschuhe bereit? Gibt es ein tagesaktuelles Zeitungsangebot? Das sind nur drei von den 270 Kriterien, die bei der Deutschen Hotelklassifizierung, genauer gesagt, durch die „Förderungsgesellschaft des niedersächsischen Hotel- und Gaststättengewerbes“ im Klassifizierungsverfahren zugrunde gelegt werden.

Nachdem alle Fragen durch die Verantwortlichen eines Hotels beantwortet wurden, macht sich dann eine Bewertungskommission mit Hotelfachleuten auf den Weg. Deren Ergebnis fiel jetzt beim Besuch des See- und Sporthotels in Ankum mehr als positiv aus. „Ich habe mit einigen Mitgliedern der Bewertungskommission gesprochen, die waren allesamt begeistert“ betont Dieter Westerkamp vom Dehoga-Bezirksverband Osnabrück. Das bestätigt auch Katja Sierp, Mitarbeiterin der Osnabrück-Marketing und Tourismus GmbH, die zur Ankumer Kommission gehört: „Für die Hotellandschaft eine große Bereicherung und für alle ein tolles Ausflugsziel“, fasst sie das Ergebnis zusammen. In dieser Woche war dann das neue Metallschild nebst Urkunde in der Post.

„Wir sind ganz stolz auf die vier Sterne“ sagte Inhaber Georg Dobelmann. Nachdem seitens der Dehoga und der Klassifizierung die nicht aktuelle Einstufung des Hotels im letzten Jahr kritisiert worden war, „wollten wir es wissen“. Hoteldirektor Klaus Schuchardt setzte den Klassifizierungsprozess in Gang. Jetzt kam das Ergebnis. Die Sterne gelten für drei Jahre.

Landrat Michael Lübbersmann zeigte sich bei der Übergabe der Sterne beeindruckt, was mit dem See- und Sporthotel auf die Beine gestellt wurde. Das einladende Hotel sei eine große Bereicherung für den Nordkreis. Auch Wilhelm Koormann, Geschäftsführer der Hasetal-Touristik, gratulierte und wies darauf hin, dass das Angebot für viele, speziell aber auch für Radtouristen interessant sei. Ankums Bürgermeister Detert Brummer-Bange freute sich genauso wie Samtgemeindebürgermeister Horst Baier über die große Leistung von Georg Dobelmann und seinem Team. „Das Offene des Hauses, das für alle da ist“ zeichne das Hotel und das Restaurant besonders aus, betonte Brummer-Bange.

Im Oktobervergangenen Jahres, also zu einem Zeitpunkt, als das Ankumer Hotel bereits mit dem heutigen Standard arbeitete, gab es seitens des Dehoga-Landesverbandes noch die Äußerung, dass unter anderem das See- und Sporthotel Ankum aufgefordert worden sei, wegen einer nicht aktuellen Klassifizierung die Sternewerbung einzustellen. Das habe sich zeitlich wohl etwas überschnitten, räumte jetzt Renate Mitulla, Geschäftsführerin des Landesverbandes ein. Die tatsächliche Situation vor Ort sei der Dehoga-Landesgeschäftsstelle in Hannover nicht bekannt gewesen, erklärte sie. Allerdings gebe es klare Abläufe für Klassifizierungen.

Im Juli 2016 hatte eine ZDF-Reportage über Hotels, die im ganzen Bundesgebiet mit nicht zustehenden Sternen werbende Hotels an den Pranger stellte, eine Aktivität des Dehoga-Bundesverbandes ausgelöst.

Darauf haben dann wiederum die Landesverbände reagiert. „Wir als Dehoga sind dabei die Marke, die Klassifizierungsgesellschaften sind rechtlich selbstständig“ betonte Stefanie Heckel, Pressesprecherin des Bundesverbandes.

Damit wäre tatsächlich die Landesgeschäftsstelle beziehungsweise deren Klassifizierungsgesellschaft die Stelle gewesen, die von der realen Situation vor Ort in Ankum hätte wissen müssen. „Da ist wohl einiges schiefgelaufen“ räumt Dieter Westerkamp vom Dehoga-Bezirksverband Osnabrück ein. Aus Sicht seiner Geschäftsstelle sei das See- und Sporthotel ein „Top-Betrieb“ für den Makrostandort Ankum. Die Entwicklung sei bekannt gewesen. Mittlerweile ist das Hotel der Arbeitsplatz für 38 Mitarbeiter geworden.


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