Ortswechsel gelungen Amkumer KFD-Piraten entern dreimal Druchhorn

Von Siegfried Wistuba


Ankum. Erstmals ist die KFD Ankum mit ihren traditionellen Karnevalsveranstaltungen in den Saal Zumberge nach Druchhorn ausgewichen. Dieser Ortswechsel beeinflusste die Beliebtheit der Veranstaltung aber keineswegs.

Ganz im Gegenteil: Viele Besucher nicht nur aus Ankum, sondern auch weit darüber hinaus, waren der Einladung gefolgt. Sie wurden auch in diesem Jahr nicht enttäuscht. Unter dem Motto „Fluch der Karibik“ hatte die KFD Ankum unter der bewährten Leitung von Monika Beckmann und Ingrid Berling für die drei Veranstaltungstermine ein vierstündiges Programm auf die Bühne gebracht.

Schon der Einzug der nicht enden wollenden Besatzung des Piratenschiffes aus der Karibik ließ erwarten, dass die „Enterung“ in Druchhorn gelungen war und dem Programm freien Lauf lassen würde. Nach der noch förmlichen Begrüßung führten die beiden „Oberpiratinnen“ Monika Beckmann und Ingrid Berling unterhaltsam, informativ, immer charmant und mit ihren witzigen Einlagen durch das Programm.

Marie Therese Wilmering begeisterte die Gäste mit ihrem plattdeutsch vorgetragenen Sketch „Wellness und Fitness“. Die Traumschiffmelodie erfüllte den Saal als Monika Beckmann über ihre Erlebnisse auf Kreuzfahrten berichtete. Erfahrungen mit Bootsfahrten auf der Hase zählten dabei ebenso wenig wie falsche Kleidung mit Frack und Abendkleid auf einem Clubschiff. Danach wechselte die Szene schnell in ein Versicherungsbüro. Ulrike Beckmann und Anja Brans demonstrierten eindrucksvoll zweideutig, welche Komplikationen beim Abschluss einer Tierversicherung für zwei „Möpse“ auftreten können.

Danach kam ein Hauch von Wehmut auf als die „alte“ Tanzgruppe in schicker Marineuniform ihren letzten Auftritt bei der KFD absolvierte. Mit tosendem Beifall und einem Präsent wurde ihnen gedankt. Für Daniela Dückinghaus und Maria Felker waren Beobachtungen in und um Ankum das Thema. Eine wichtige Frage für sie lautete: „Stammten die zeitweise roten Lichter an einer Straße in Druchhorn vom Ortswechsel der ,Damen’ vom Thiener Feld, oder tatsächlich von Straßenbauarbeiten?“ Herta, alias Madelaine May-Johann, hatte es nicht leicht mit ihrem Mann Ambrosius und den Männern ganz allgemein. „Sind sie klein, lesen sie Micky Mouse, danach die Bravo, später den Playboy und mit fortgeschrittenen Jahren dann die Apothekerzeitung im Arztwartezimmer.“ Als Dank für den Vortrag anhaltender Beifall und die erste Rakete vor der kurzen Pause.

Danach gleich der nächste Kracher: Franz-Josef Kemper, der einzige Mann auf der Bühne, berichtete von Erlebnissen mit seiner Frau und der Aufforderung, mehr Sport zu treiben. Als Anreiz dazu erhielt er als Geschenk einen Gutschein zum Tanzmariechenkurs. Sein auch optischer Wandel vom braven Ehemann zum Tanzmariechen auf offener Bühne gelang ihm als voller Erfolg. Einer Zugabe konnte aus „technischen“ Gründen leider nicht entsprochen werden.

Anschließend ging es nochmals in den Urlaub. Jutta Schnurpfeil landete dort mit ihrer Freundin Hannelore in einem Sexshop. Ihre Empfehlung: Junge Männer sollten sich vor „Blaulicht“ und junge Mädchen von „Rotlicht“ fernhalten. Kindererziehung lautete das Thema von Anja Brans und Ulrike Beckmann. Dabei war es nicht ganz einfach die Töchter „Jackeline und Schantalle“ auf den rechten Weg zu bringen.

So wehmütig wie der Abschied der „alten“ Tanzgruppe im ersten Teil des Programms war, so positiv wurde die „neue“ Tanzgruppe mit Beifall und der zweiten Rakete gefeiert. Als vorletzten Programmpunkt stimmte Ingrid Berling noch das Kakerlaken-Instrument, bevor die Märchenfee für sechs Akteurinnen die Themen zum Finale vorgab und anschließend alle Aktiven wieder in Piratenkostümen die Bühne stürmten.

Anhaltender Beifall und stehende Ovationen war das äußere Zeichen aller Gästen der drei Veranstaltungen. Die KFD Ankum hatte wieder einmal bewiesen, dass sie nicht nur ein zündendes Programm auf die Bühne bringen kann, sondern auch über die notwendige Kondition verfügt, das Publikum gleich dreimal hintereinander zu begeistern.


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