Buntes Programm Alfhausener Narren lassen es bei der Galasitzung krachen

Von Bjoern Thienenkamp

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Alfhausen. „Im AKV gibt es viel zu lachen, wir Narren lassen es richtig krachen!“, so überschrieben die Alfhausener Narren im 61. Jahr ihre Galasitzung. Im Saal Sauerland boten sie am Freitagabend eine bunte Mischung aus Reden, Sketchen und Tanz.

Alle Gäste begrüßte Präsident Andreas Terheide zusammen mit Sitzungspräsident Frank Niedernostheide im voll besetzten Saal. Nach dem Elferrat wurden auch das Funkenmariechen Marie Wehlage und die beiden Schiffsjungen Frederic Limberg und Lucas Terheide vorgestellt. Auf die Schunkelrunde „Thiener Rhein“ der Musiker Marcus Bruns und Helmut Kuhlmann folgte die Dankesrede des Prinzen Georg II., in der er auf ein „sehr umfangreiches Jahr“ mit seiner Prinzessin Elke zurückblickte.

„Hähnchen knobeln unterm Maibaum“ war der Klatsch und Tratsch über dies und das überschrieben, was Rosalie (Kerstin Sandelmann) und Ziska (Inge Westerfeld) so bewegte. So etwa seien die Anonymen Alkoholiker keine geeignete Anlaufstelle, denn: „Ich trinke nie mit Leuten, die ich nicht kenne.“ Und Bungeejumping wurde dem Sohn einleuchtend verboten: „Dein Leben hat schon mit einem gerissenen Gummi angefangen, dann muss es nicht auch noch so enden.“ Selbst Brustpiercing war ein Thema, was aber dem Gatten missfiel, weil es beim Wischen Kratzer ins Parkett mache.

„Karnevalsvorbereitung 2.0“ nannten Wiebke Holthaus und Tobias Greve ihre Untersuchung des Unterschiedes zwischen Mann und Frau, etwa bei dem Zeitversprechen, wenn er sagt, er komme um 23 Uhr, es dann aber 6 Uhr werde, noch dazu „voll wie die Kirche zu Weihnachten“.

In bayerischen Dirndl erfreute das aus Kirsten Große-Starmann, Johanna Hüls, Laura Küwen, Sarah Rechtien, Sarah Rossmann, Sina Stuckenberg, Lea Terheide und Henrika Wessel bestehende Gardeballett mit seinem Stimmungstanz.

Mit ihrem Beichtmobil bot Elena Rechtien als Pastorin eine Dienstleistung an, die Birgit Möller, Michaela Rechtien und Felix Wörtmann als sündige Handwerker auch sofort nutzten.

„Die Küchenschlacht – die Küche lacht“ war das Motto von Ute Beimdiek und Andrea Wehlage, die Veganer mögen, weil die keine Extrawurst verlangen. Wenig Mitleid zeigten sie auch mit dem Jungen mit unreiner Haut, der an der Supermarktkasse gefragt wurde: „Sammeln Sie Punkte?“ und antwortete: „Nee, das sind nur Pickel.“

Nach 20 Jahren schöpferischer Pause berichteten Marlies (Mathias Möller) und Alwine (Daniela Möhring) als „die Göttlichen“ von ihrer Arbeit des Schöpfens, wenngleich sie ihre Zuständigkeit für Alfhausen nur einer Strafversetzung verdanken und sich mittlerweile „völlig durchgeschöpft“ fühlen.

Frank II. Brose ist der neue Prinz. Zusammen mit seiner Prinzessin Kerstin stellte er sich der närrischen Versammlung nach der Pause vor. Bürgermeisterin Agnes Droste sprach von vielen Problemen im Rathaus, übergab die Verantwortung an den Prinzen und zeigte sich zuversichtlich: „Du wirst das schon meistern.“

Mit zahlreichen Musikeinspielungen gestalteten sich die Dialoge bei „Der Froschkönig“. Neben der Prinzessin (Nadine Knobbe) und dem Frosch (Katharina Frommhagen) wirkten noch Mareike Bollmann, Vanessa Dwenger, Daniela Holstein und Melanie Stuckenberg in der Geschichte mit, in der der Frosch die Prinzessin auch schon einmal in einem Bofrost-Auto verfolgte.

Nach dem Gardetanz, den das Alfhausener Gardeballett in der karnevalstypischen Bekleidung präsentierte, bot auch „Die wilde Horde“ einen sehr dynamischen Auftritt. Hatten sich Esta Flottemesch, Maylin Große-Rechtien, Theresa Höckelmann, Sarah Kenning, Fiona Kuhlmann, Katharina Lienesch und Annalena Wessel im vergangenen Jahr noch als Nonnen gezeigt, so präsentierten sie sich nun als Bauarbeiter.

Vermeintlich vor Samu Haber und Yvonne Catterfeld traten ein Duo und drei Solisten im Wettstreit bei „The Voice of Alfhausen“ auf. Anne Buse, Anne Darkow, Doris Hesselkamp, Marietta Kuhlmann, Alexandra Mertens, Gabi Steinkamp und Nadine Wanstrath füllten diesen Sketch mit Leben.

Als „Zirkus des Grauens“ präsentierte sich das Männerballett. In einem gruseligen Ambiente erwiesen sich Nico Flottemesch, Julian Fye-Sudendorf, Dennis Große-Rechtien, Julian Iding, Max Kruse, Daniel Meyer, Jannes Meyer, Max Scheffczyk, Moritz Wellmann und Felix Wörtmann als sehr beweglich.


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