Viel Gerede im Dorf Darum schloss das Ankumer Wohnstübchen

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Schluss, aus und vorbei: Ulrike Holzmann hat ihr Geschäft in Ankum geschlossen und baut jetzt ein neues Angebot in Gehrde auf. Foto: Peter SelterSchluss, aus und vorbei: Ulrike Holzmann hat ihr Geschäft in Ankum geschlossen und baut jetzt ein neues Angebot in Gehrde auf. Foto: Peter Selter

Ankum. Es gibt kaum einen Ankumer, der sich nicht gewundert hat. Nach nur fünf Wochen Betrieb hat das Bistro und Café „Wohnstübchen“ an der Ankumer Hauptstraße bereits wieder geschlossen. Es ist Stimmung gegen sie und das Geschäft gemacht worden, sagt Betreiberin Ulrike Holzmann.

Verwunderung und Bedauern bei der Gemeinde und der Werbegemeinschaft des Ortes. Nun wird eine Nachnutzung für die Lokalität im Schatten des Ankumer Doms gesucht.

Ulrike Holzmann hat ihre Sicht der Dinge der Redaktion des Bersenbrücker Kreisblatts geschildert. Da ist die Rede von übler Nachrede „hinter dem Rücken“, Telefonaten von Personen, die sie „schlecht gemacht“ hätten und Personen in Ankum, die sich nach Meinung von Ulrike Holzmann auch gut und gerne mal an die eigene Nase fassen sollten, bevor sie über andere Menschen das Wort erheben.

Ort der Entschleunigung

Die Personen die sie mit ihren Äußerungen meine wüssten sicher, was sie meint. Sie in der Zeitung namentlich zu nennen, wäre müßig, da so etwas nur leidige Rechtsverfahren nach sich ziehen würde, die schließlich nichts bringen. Sie jedenfalls habe versucht, in Ankum ein Bistro und Café aufzubauen, dass ein Ort sein sollte, an dem Menschen entschleunigen könnten und in der heutigen gehetzten Zeit es schaffen, zu sich zu kommen. Das habe in der zugegebenen kurzen Zeit des Wohnstübchens auch bestens funktioniert, so Ulrike Holzmann. Zudem sei das Geschäft gut angelaufen, sie sei zufrieden gewesen.

„Miese Unterstellung“

„Aus, Schluss und vorbei“ habe sie entschieden, als es ihr zu viel geworden sei. Jetzt habe sie „Federn lassen müssen“, da sie das Mietobjekt mit viel Aufwand zum Bistro und Café umgebaut habe. Das sei jetzt so. Da sie die Finanzmittel dafür zur Verfügung gehabt habe, sei es zwar ärgerlich, sei jetzt aber so. Übrigens richte sie eine klare Botschaft an die Personen, die ihr nachgesagt hätten, sie hätte die Rechnungen für den Umbau nicht bezahlt und sich Geld leihen müssen: eine miese Unterstellung und nicht der Wahrheit entsprechend. Derzeit ist sie auf der Suche nach einem Nachmieter für das Objekt in Ankum.

Gemeinde und Werbegemeinschaft bedauern die Entscheidung

Klaus Menke, Ankums stellvertretender Bürgermeister, betonte, dass er sich über die Schließung gewundert habe und es sehr schade finde. Zudem habe er nie etwas Schlechtes über das Geschäfts gehört. Stéphanie Mingam, die Vorsitzende der Ankumer Werbegemeinschaft „Hallo Ankum“ jedenfalls bedauert den Schritt von Ulrike Holzmann. Sie sei von der Idee des Wohnstübchens begeistert gewesen, zwar kenne sie Ulrike Holzmann nicht persönlich, aber die ganze Sache sei wohl sehr unglücklich gelaufen. Mehr könne sie nicht dazu sagen. „In Dorf wird viel geredet“, betont sie. Wie Recht sie doch hat.

Neues Angebot in Gehrde geplant

Ulrike Holzmann jedenfalls guckt jetzt wieder nach vorne: Sie bleibt ihrer Idee von einem urgemütlichen Lokal verbunden, betont die leidenschaftliche Köchin. Derzeit baut sie in Gehrde ein Nebengebäude so um, dass dort künftig ein gastronomisches Angebot entstehen kann. Bis dahin bietet sie einen Kochservice der besonderen Art an: sie richtet bei den Gastgebern zu Hause die komplette Bewirtung von Gästen aus. Gekocht wird in der Küche der Gastgeber, die bei der Bewirtung dann selber nicht mit anpacken müssen. Geschirr, Töpfe und natürlich eine versierte Ernährungsberatung inklusive. Wer sich dafür interessiert, erreicht Ulrike Holzmann unter der Telefonnummer 0171/2661335.


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