Wie geht es 2017 weiter? B 214 in Bersenbrück bleibt gesperrt


Bersenbrück. Die B 214 bleibt westlich von Bersenbrück wohl noch für eine Weile gesperrt. Der Bau der Ampelkreuzung Im Grunde ist noch nicht abgeschlossen.

Stadt und Baufirma hatten gehofft, Ende November fertig zu sein und die seit dem Spätsommer gesperrte Bundesstraße im Gewerbegebiet West endgültig freigeben zu können. Doch der Kälteeinbruch habe einen Strich durch alle Hoffnungen gemacht, teilt Bauamtsleiter Reinhold Heidemann mit: Bei Temperaturen unter sechs Grad lasse sich der Straßenbelag nicht mehr einwandfrei verarbeiten. Außerdem müsse die Baustelle zehn Tage ruhen, wenn der besonders haltbare halbstarre Belag eingebracht wird. Deshalb habe die Baufirma eine Verlängerung der Straßensperre bis zum 21. Dezember beantragt und genehmigt bekommen.

Damit ergibt sich die Frage, wie es 2017 weitergeht. Noch sind Sanierung und Umbau der Bundesstraße nicht abgeschlossen. Das Straßenbauamt muss den kaputten Straßenbelag rund um die Bahnlinie und ab der ehemaligen Bundesstraßenkreuzung Richtung Westen über die Hase hinaus erneuern. Dabei wird das Straßenbauamt erneut mit der Stadt zusammenarbeiten, die in diesen Abschnitten einen neuen Rad- und Fußweg in die Straße einbringen lässt.

Sabbatjahr im Straßenbau?

Zugleich soll die Sanierung der Straßen und Kanäle im Bersenbrücker Mittelflach fortgesetzt werden, und zwar auf der Bramscher Straße vom Platz an der Bleiche bis zur Straße Eckelkamp.

Damit wäre Bersenbrück in der gleichen Zwickmühle wie im „Superbaustellenjahr“ 2015: Sperrungen auf der belebten Ost-West-Verbindung B 214 und auf der wichtigsten Ausfallstraße der Stadt Richtung Süden. Bürgermeister Christian Klütsch wäre es am liebsten, das Straßenbauamt würde ein Sabbatjahr einlegen und den Straßenbau auf der B 14 ins Jahr 2018 verschieben, äußerte er kürzlich im Stadtrat. Seine Überlegungen galten auch den Gewerbebetrieben, für die die Sperrungen auf der B 214 nun schon zwei Jahre hintereinander Umsatzeinbußen bedeuten.

Zwischen Straßenbauamt und Stadt laufen Abstimmungsgespräche, bestätigt Heidemann. Es gehe darum, die beiden Baustellen zeitlich zu entzerren. Ob es aber von der von Klütsch gewünschten Verschiebung um ein Jahr kommt, sei noch offen. Teile der Arbeiten wie die Erneuerung des Straßenbelages ließen sich auch mit einer halbseitigen Sperrung abwickeln, sodass die Bundesstraße in einer Richtung zumindest passierbar bliebe. Die Gespräche zur Abstimmung der Bauzeiten seien aber noch nicht abgeschlossen.

Die Fördergemeinschaft Aktuelles Bersenbrück fordert, die Straßenbaustellen im Bersenbrücker Gebiet müssten so geplant und abgewickelt werden, dass die Belastung für die Gewerbetreibenden nicht zu einer Existenzbedrohung führen könne, was zum Beispiel bei einer sechsmonatigen Vollsperrung der Bramscher Straße möglich sei.

Es müsse ferner gewährleistet werden, dass alles erreichbar sei, Schulen, Ärzte, Einkauf. Bei der Sanierung der westlichen B 214 bis zur Hasebrücke sei zu beachten, dass der Ortsteil Hastrup von der Innenstadt abgeschnitten werde, weil es keine zweite Straßenbrücke über die Hase gebe.


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