Schüler führten „Annie“ auf Musical-Premiere im Gymnasium Bersenbrück

Von Sigrid Schüler-Juckenack


Bersenbrück. Eine beachtliche Leistung: Schüler der Musical-AG und des Orchesters des Gymnasiums Bersenbrück führten das amerikanische Musical „Annie“ auf.

Die Handlung des Musicals ist schnell erzählt: Die Waise Annie, ein freundliches und optimistisches Kind, fristet mit anderen Mädchen im Waisenhaus ein Dasein, das von Arbeit und Hunger geprägt ist. Sie hat aber Glück: Ein Milliardär ermöglicht ihr einen Aufenthalt in seinem Haus, denn es ist Weihnachten und er erinnert sich daran, dass auch er einst aus armen Verhältnissen kam. Annie rührt das Herz des reichen Mannes, der sich nun um das Mädchen kümmert und versucht, seine Eltern zu finden. Als dies nicht gelingt, möchte er sie sogar adoptieren.

Natürlich sind auf dem Weg zum glücklichen Ende viele Hindernisse zu überwinden. Die Waise Annie verlässt aber nie der Mut, oder fast nie. Und ganz nebenbei steckt Annie sogar den Präsidenten Roosevelt mit ihrem Optimismus an und sorgt dafür, dass die USA eine neue Perspektive bekommen.

Als am Ende alles gut wird, haben sich die jungen Darsteller durch gute drei Stunden gesungen, getanzt und geschauspielert, allen voran Laura Minneker, die in der Rolle der Annie glänzte. Sehr überzeugend mit ihrem schauspielerischen Talent war Jeniffer Mbossa, die in der Rolle der Heimleiterin Miss Hannigan zu sehen war und den kleinen Waisenmädchen mit deutlichen Gesten zeigte, wer hier das Sagen hat. Die kleinen Gesten großer und reicher Männer zeigte Lukas Finke in der Rolle des Milliardärs Oliver Warbucks, der auch Zuhause erst mal nur an die Arbeit denkt.

Eine Spitzenleistung liefert das Orchester unter Leitung von Corinna von Wahlde-Biestmann ab. Das Orchester begleitete die Bühnendarsteller in perfektem Timing. Unterstützung beim Singen bekamen die Bühnendarsteller von den Chorgruppen rechts und links der Bühne.

Immer wieder zeigten die jugendlichen Darsteller originelle kleine Tanzeinlagen. Man kann nur erahnen, was von ihnen und den Organisatoren zu leisten war, um eine solche Aufführung auf die Bühne zu bringen.

Über 100 Schüler seien an dem Projekt beteiligt, hatte Schulleiter Falk Kuntze bei der Begrüßung der Gäste gesagt und dem Organisationsteam und den Darstellern seinen Respekt bekundet. „Ich bin unendlich dankbar dafür, dass die Schüler bereit waren, so viel auf sich zu nehmen und so viel zu proben.“

Geprobt haben die Schüler seit Anfang dieses Jahres, erklärt Corinna von Wahlde-Biestmann. Zunächst hatten die Arbeitsgruppen für sich gearbeitet, dann nach den Sommerferien begannen die gemeinsamen Proben. Corinna von Wahlde-Biestmann oblag neben der Gesamtleitung des Projektes auch die Orchesterleitung.