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27.11.2016, 20:36 Uhr PLÄDOYER FÜR WEIHNACHTSMÄRKTE

Altkreis Bersenbrück: Auszeit vor der Haustür

Kommentar von Martin Schmitz

Nomen es omen: Nikolausmarkt vor der St. Nikolauskirche in Ankum, eine der populärsten Weihnachtsmärkte im Altkreis Bersenbrück. Foto: Thomas OeveerhausNomen es omen: Nikolausmarkt vor der St. Nikolauskirche in Ankum, eine der populärsten Weihnachtsmärkte im Altkreis Bersenbrück. Foto: Thomas Oeveerhaus

Altkreis Bersenbrück. Viel an den kleinen Weihnachtsmärkten imAltkreis Bersenbrück mag Routine sein. Doch ohne sie würde vielen etwas fehlen.

Der Trend geht zum neuen Etikett. Die Berger nennen ihren Weihnachtsmarkt neuerdings „Adventseinleuten“. Andere tauschen das Label „Weihnachtsmarkt“ ein gegen einen Bezug zum nahen Fest des heiligen Nikolaus. Allüberall Bemühungen, dem Weihnachtsmarkt als Wochenend-Event in kleinen Ortschaften attraktiv zu halten.

Und das ist gut so. Die kleinen Weihnachtsmärkte leben nämlich vom ehrenamtlichen Engagement. Die Freiwilligen opfern eh schon viel Zeit für Budenaufbau, Teig anrühren, stehen stundenlang in der Kälte hinter den Ständen. Da können sie sich nicht auch noch jedes Jahr ein komplett neues Programm einfallen lassen.

Besucher sollten fair bleiben und nicht erwarten, dass Jahr für Jahr das Rad neu erfunden wird. Was wäre denn die Alternative? Wenn der kleine Weihnachtsmarkt vor der Haustür aus Mangel an Besucherinteresse eingeht, bleiben nur die kommerziell durchgestylten Märkte in den großen Städten. Die haben sicher auch ihren Reiz. Doch die kleine Auszeit vor der Haustür mit der Familie und das Wiedersehen mit Freunden und Bekannten, das alles bliebe dann auf der Strecke.


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