Edelmetall und Steine Ankumer Schmuckatelier fertigt Unikate

Von Peter Selter

Feuer und Flamme für ihre Arbeit ist Schmuckdesignerin Ilona Löhr in ihrem offenen Atelier in Ankum. Foto: Peter SelterFeuer und Flamme für ihre Arbeit ist Schmuckdesignerin Ilona Löhr in ihrem offenen Atelier in Ankum. Foto: Peter Selter

Ankum. Schmuckdesignerin Ilona Löhr arbeitet in ihrem Atelier in Ankum und fertigt Einzelstücke nach persönlichen Wünschen. Dabei pflegt sie ihr Netzwerk aus Künstlern in der Region.

Von außen wie von innen wirkt das Ladengeschäft an der Ankumer Hauptstraße selbst wie ein Schmuckstück. Ilona Löhr, die Goldschmiedin und staatlich geprüfte Schmuck-Gestalterin, fertigt in ihrem Atelier Schmuckstücke – seit sechs Jahren im Herzen Ankums.

In den zahlreichen hellen Vitrinen und Sockeln stellt sie ihre Stücke aus – allesamt Unikate. „Ich arbeite häufig mit edlen, großen Steinen, dessen Voluminösität und Masse durch leichte, tektonische Drahtkonstruktionen aufgehoben und in Kontrast gesetzt werden“, verrät Ilona Löhr über ihre Intention. Das kann so sein, muss es aber nicht. Manchmal müsse Massigkeit auch unterstrichen werden. Wie es genau wird, kann sie vorher nicht sagen: „Das lasse ich ganz mein Gefühl entscheiden“, so die Schmuckdesignerin, die seit über 20 Jahren dafür sorgt, dass Menschen ihre Gedanken und Gefühle in Schmuckstücken „verewigen“ können.

Kundenwünsche treffen auf künstlerisches Können

Vom Diamanten bis zum Quarz verarbeite sie alles, was für die einmaligen Schmuckstücke infrage komme. Dabei kombiniert sie gekonnt die edlen Materialien mit den Kundenwünschen und ihrem künstlerischen Können – immer wieder Spiele mit Farben und Materialien.

Die Herangehensweise an die Schmuckstücke sei ganz unterschiedlich, erklärt sie. Oft würde sie den Schmuck zusammen mit ihren Kunden entwickeln. Dann gingen der Arbeit Gespräche voraus, in denen sie ein Gefühl dafür bekomme, was das Stück für den Menschen, der es trägt, ausdrücken soll. Der Kreativität sind dabei irgendwie keine Grenzen gesetzt. „Einzigartige“ Trauringe für Brautpaare sind, einmalige Manschettenknöpfe für Männer oder ein edel eingefasster Stein, in den das Bild des eigenen Hundes eingeschliffen ist, sind nur einige Beispiele.

Gutes Gefühl, wenn die Kunden sich freuen

Unikatschmuck hinterlasse Spuren, eindeutig und verbunden mit der persönlichen Individualität desjenigen, der ihn trägt. „Erst durch seinen Träger verwandelt er sich zu etwas ganz Besonderem“, betont Ilona Löhr.

An der Arbeit fasziniere sie vor allem, dass sie vom Entwurf bis zum fertigen Stück alles selbst machen könne. „Dann zu sehen, wie die Menschen sich über die fertigen Arbeiten freuen, macht ein gutes Gefühl“, so Ilona Löhr.

Neben den Arbeiten, die sie konkret mit den Kunden zusammen entwickelt, freue sie sich auch immer, wenn sie Phasen nutzen kann, in denen sie selbst Stücke entwirft und damit quasi „fürs Lager“ produziert. Mittlerweile habe sie dafür eine recht große Sammlung von Steinen. „Die warten alle darauf, verarbeitet zu werden“, so die Künstlerin.

Mitglied im Kreis „Angewandte Kunst Bremen“

Ihre Arbeiten hat sie bereits auf verschiedenen Ausstellungen und Messen präsentiert. Seit über zehn Jahren gehört sie zu den Künstlern der „Angewandten Kunst Bremen“.

Abgerundet wird die Präsentation des Geschäfts durch Skulpturen von Bildhauer Thorsten Sieber aus Geeste. Auch er gehört zum künstlerischen Netzwerk von und um Ilona Löhr.

Irgendwie geht es immer um eine große Leidenschaft, wenn Ilona Löhr etwas anfasst. Auch in ihrer freien Zeit. Sie begeistert sich für argentinischen Tango und engagiert sich für den Kulturverein Lift in der Restruper Compagnia Buffo. Auch dann geht es vor allem um Gedanken und Gefühle. Ilona Löhr eben.