Klütsch: Stadt hat Trümpfe Gehen Bersenbrück die Gewerbeflächen aus?

Am Rande des Gewerbegebiets West gibt es noch freie Flächen. Bürgermeister Christian Klütsch ist optimistisch, dass die Stadt für ihr weitere Entwicklung Flächen bekommen kann. Foto: Horst SchwitallaAm Rande des Gewerbegebiets West gibt es noch freie Flächen. Bürgermeister Christian Klütsch ist optimistisch, dass die Stadt für ihr weitere Entwicklung Flächen bekommen kann. Foto: Horst Schwitalla

Bersenbrück. Gehen Bersenbrück die Gewerbegebiete aus? Bürgermeister Christian Klütsch bleibt gelassen: In diesem Spiel hat die Stadt gute Trümpfe in der Hand.

Sie habe gehört, der Stadt gingen die Gewerbegebiete aus, erklärte Elisabeth Middelschulte (Grüne) in der Stadtratssitzung diese Woche. Die Stadt verfüge noch über zwei Flächen, informierte Bürgermeister Klütsch daraufhin. Für die eine gebe es einen Kaufinteressenten, mit dem gerade verhandelt werde. Die andere ist 4,5 Hektar groß, liegt im Gewerbegebiet West und grenzt an die Lohbecker Straße und die Ortsumgehung. Sie ist seit etwa zwei Jahren für das Unternehmen Culimeta reserviert. Culimeta ist als Spezialist für Glasfasergeweben weltweit im Geschäft und plant am Stammsitz in Bersenbrück eine Umsiedlung mit einem großzügigen Neubau.

Mit Culimeta stehe die Stadt „kurz vor einem Abschluss“, sagt Klütsch in der Stadtratssitzung. Zugleich habe sie mehrere Angebote für neue Gewerbeflächen bekommen. Drüber werde ebenfalls verhandelt.

Auch über Makler

Andere Stadtväter dürften da aufmerken: Grundstücke seien so begehrt, dass sie für die Entwicklung eines Ortes kaum noch zu bekommen seien, heißt es nämlich landauf, landab.

Dass die Grundstückspreise in Zeiten von Betongold und Tank gegen Teller explodieren, weiß auch Klütsch. „Die Grundbesitzer wissen sehr wohl, was sie abrufen können“, erläutert er das Problem nach der Stadtratssitzung.

Doch habe die Stadt einen großen Vorteil: Landwirte seien kaum daran interessiert, Flächen zu verkaufen. Sie seien aber sehr wohl darauf erpicht, stadtnahe Flächen gegen Mehrfaches an gutem Ackerland einzutauschen. Wo die Flächen liegen, ist eher zweitrangig. Je fruchtbarer der Boden, desto lieber. Und solche Flächen hat Bersenbrück zur Verfügung.

Tauschwilligen Landwirten könne die Stadt Angebote machen, das sei ihr großer Vorteil, so Klütsch. Dies habe sie nicht zuletzt dem geschickten Grundstücksmanagement Lothar Böses zu verdanken. Der Samtgemeindekämmerer hatte sich in seiner Dienstzeit schon nebenamtlich um die Grundstücksgeschäfte der Stadt gekümmert.

Nach seiner Pensionierung nahm er einen Minijob an und erledigt für die Bersenbrücker Verwaltung weiter das Grundstücksmanagement, sehr zur Zufriedenheit zumindest seines neuen Dienstherrn, des Bürgermeisters.

In der Stadtratssitzung hakte Middelschulte nach, fragte, ob die Stadt auch Maklerprovisionen zahle. Das mache sie, wie viele andere Kommunen auch, bestätigte Klütsch. Wenn ihr über einen Makler ein Grundstück angeboten werde, das für ihre Zwecke infrage komme, dann zahle die Stadt auch die Maklerprovision.


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