„Herbstzeitpause“ ausverkauft Alfhausens „Cantando“ ist ein Chor mit Humor

Die Enge schafft Atmosphäre „Cantando“ mit der „Herbstzeitpause“ im Heimathaus Alfhausen. Foto: Franz BuitmannDie Enge schafft Atmosphäre „Cantando“ mit der „Herbstzeitpause“ im Heimathaus Alfhausen. Foto: Franz Buitmann

Alfhausen. In zwei Konzerten hat „Cantando“ sich warm gesungen. Am Wochenende führt Alfhausens Vokalensemble seine „Herbstzeitpause“ noch zweimal auf. Vor stets ausverkauftem Haus.

Eine Möglichkeit, das Konzert zu erleben, gibt es aber noch: Am 12. März 2017 tritt das Ensemble auf Gut Vehr in Quakenbrück auf.

Im Heimathaus Alfhausen passte kein Stuhl mehr in die Diele, auch die letzte Ecke noch besetzt. Platz blieb lediglich für die zwölf Sänger, ihr mittlerweile achtes Programm mit einer Mischung aus Schlager, Rock und Pop präsentierten. Mit Stimme und Ausstrahlung nahmen sie die Zuhörer mit. Vielleicht fördert die Enge und die Nähe zum Publikum familiäre Atmosphäre.

Seit zwanzig Jahren singen die zehn Frauen und zwei Männer in Alfhausen zusammen, man merkt ihnen den Spaß daran an. Als „Laien mit Herzblut“ sind sie in Alfhausen und Umgebung regelmäßig zu hören. Sie machen sich aber auch gerne mit ihrem „Tourbus“ auf den Weg, mit ihren Liedern auf Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch und in weiteren Sprachen treten sie auf Hochzeiten auf, Geburtstagsfeiern und in Gottesdiensten.

Hustenanfälle

Beim jüngsten Konzert im Heimathaus Alfhausen setzten sie erstmals ein neues leitungsfähigeres Mischpult ein, wofür sich die Gruppe an diesem Abend bei den Sponsoren bedankte. Die Anmoderation ihrer Lieder teilten sich die Cantandisten.

Dass die Gruppe Humor hat und sich auch selbst auf die Schippe nimmt, machte das Lied „Der Frosch im Hals“ deutlich. Bei Proben mögen ja Hustenanfälle noch durchgehen. Was aber ist, wenn bei der Aufführung alle wegen dieser Anfälle aus dem Konzept geraten? Sprach die Gruppe aus Erfahrung beim Lied „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“? Wie soll der Partner schlafen können, wenn im Bett nebenan der Krimi laut gelesen wird? Da gab es den guten Rat: In die Kneipe nebenan gehen, bis sich das Problem gelöst hat!

Hits wie „Eine neue Liebe“, „Über sieben Brücken“ oder „Girls, Girls, Girls“ animierten die Zuhörer zum Mitsummen. Einfühlsam-romantisch war die Stimmung bei „Das Farbenspiel des Winds“.

Unterhaltsam vorgetragene Gedichte lockerten das Konzert auf. Solo-Vorträge von Katharina Cruys oder Carina Flottemesch-Thünker fanden begeisterte Zustimmung. Für Lacher sorgte der Sketch „ Frieda und Anneliese“ mit Jutta Hüls und Arno Kruse: Da konnte doch Anneliese „von einem Neuen“ berichten und Friedas Neugier damit wecken. Wie der wohl sein würde?

Trocken aber detailliert beschrieb Anneliese „den Neuen“, Frieda kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das Publikum ahnte es längst, Frieda erst allmählich: Es handelte sich um einen Rasenmäher-Trecker.


0 Kommentare