Thriller mit Knalleffekten „Gänsehaut“ in Bersenbrück

Von Franz Buitmann

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Thrilleratmosphäre schuf dieses Schauspielerteam in Bersenbrück mit einer Aufführung „Gänsehaut oder Ich werde vor Mitternacht zurück sein“. Foto: Franz BuitmannThrilleratmosphäre schuf dieses Schauspielerteam in Bersenbrück mit einer Aufführung „Gänsehaut oder Ich werde vor Mitternacht zurück sein“. Foto: Franz Buitmann

Bersenbrück. Es spukt, es knallt und raucht: Thriller-Atmosphäre auf der Bühne des Gymnasiums Bersenbrück. Als zweite Regelveranstaltung der laufenden Saison bot der Kulturring Bersenbrück mit Peter Colleys Mega-Erfolgsstück „Gänsehaut – oder ich werde vor Mitternacht zurück sein“.

Aufgeführt wurde das Stück von der Komödie am Altstadtmarkt Braunschweig mit den Mitwirkenden Michaela Schaffrath, Christiane Rücker, Rene Oltmanns und Egon Brennecke. Das Stück „I’ll Be Back Before Midnight!“ wurde von Florian Battermann übersetzt und inszeniert.

Der Autor Peter Colley ist mehrfach preisgekrönt und gehört zu den erfolgreichsten und bekanntesten kanadischen Schriftstellern. Mit einem weltweiten Umsatz von 30 Millionen Dollar gilt der Comedy-Thriller „Gänsehaut“ als das am meisten gespielte Theaterstück, das jemals in Kanada produziert wurde.

Einschlafen konnten die Besucher wohl nicht, es spukte gewaltig und unerwartet, es knallte und rauchte, das Licht ging an und aus, die Thriller-Atmosphäre auf der Bühne war beeindruckend.

Jane Sanderson (Michaela Schaffrath) wird nach einem viermonatigen Aufenthalt in der Nervenklinik von ihrem Mann Greg (Rene Oltmanns) in ein Haus auf dem Lande gebracht. Fernab von der Großstadt, soll Jane sich erholen und Greg will seinen wissenschaftlichen Studien nachgehen. Gerätselt werden durfte, warum der, wie es scheint, sehr besorgte Greg seine frisch aus der Psychiatrie entlassene, immer noch labile Frau Jane ausgerechnet in das wohl entlegenste Bauernhaus weit und breit bringt. Bereits bei der ersten Besichtigung des Hauses verfällt Jane nämlich wieder in ihre alten Muster. Angst überkommt sie und nur mit großer Mühe bekämpft sie die drohenden Panikattacken. Gregs Bemühungen um Verständnis und Fürsorge erreichen spürbar ihre Grenzen und der Besuch Gregs herrischer Schwester Laura (Christiane Rücker) lässt die Stimmung im vermeintlichen Landhausidyll endgültig kippen. Sie scheint noch mehr zu sein als nur die Schwester.

Der Vermieter des Hauses, Georg Willowby (Egon Brennecke) trägt mit schauerlichen Geschichten über das Haus im Moor und Geistererscheinungen nicht zur Genesung Jane Sandersons bei. Seine mit Whisky getränkte Reibeisenstimme verstärkt seine Horrorgeschichten, ein nicht aufgeklärter Mord, ein flüchtiger Leopard in freier Natur und andere gruselige Ereignisse. Unheimliche Dinge geschehen und drohen die labile Frau endgültig in den Wahnsinn zu treiben. Als eine der beteiligten Personen kurz vor der Spielpause auch noch mit dem Schrotgewehr erschossen wird, wird die Spannung auf den weiteren Fortgang konserviert.

Wer hier warum welches Spiel treibt, bleibt im weiteren Fortgang lange Zeit verborgen. Schließlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Spuk ein Hirngespinst der am Rande zum Wahn wandelnden Jane ist. Immer neue Erkenntnisstände werden offenbar, bis endlich Klarheit herrscht – und nur eine Figur überlebt.


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