Fördervereinsarbeit ruht Wasserrad am Heimathaus Feldmühle in Bersenbrück repariert


Bersenbrück. Seit rund zehn Jahren dreht sich das große Wasserrad am Heimathaus Feldmühle des Heimatvereins Bersenbrück – auch dank der Mithilfe des Wasserverbands Bersenbrück und des Fördervereins Historische Feldmühle von 1729. Seitdem „klapperte es am rauschenden Bach“, nämlich dem Abzweig des Feldmühlenbaches. Nun standen Reparatueren an.

Um insbesondere jungen Leuten, die Mühlentechnik näherzubringen, baute der Heimatverein im Untergeschoss des Heimathauses, in dem auf Tafeln die Historie der Feldmühle und ihre Renovierung mit Umbau zum Heimathaus dargestellt ist, einen kleinen Stromgenerator ein. Damit konnte gezeigt werden, dass aus Wasserkraft Strom gewonnen werden kann. Demnächst soll eine verstärkte Anlage eingebaut werden.

Außerdem stehen im Untergeschoss zwei kleine Mühlen, wie sie früher auf Bauernhöfen zum Mahlen des eigenen Korns Verwendung fanden. Der Wasserverband Bersenbrück zeigt hier, wie Trinkwasser gewonnen und aufbereitet und Abwasser gereinigt wird. Dazu sind Tafeln vorhanden, einige ausrangierte Geräte sind zur Demonstration dieser Vorgänge aufgestellt und eine große Schalttafel aus dem Wasserwerk Ohrte veranschaulicht diese Arbeit.

Die Feldmühle besaß in früheren Zeitphasen eine liegende Francis-Turbine, die vom Feldmühlenbach angetrieben wurde. Bei der Renovierung der Feldmühle konnten die noch brauchbaren Reste dieser Anlage geborgen und zunächst zwischengelagert werden. Sie wurden inzwischen im Sandstrahlverfahren gereinigt und von der Firma Wiegmann pulverbeschichtet. An der Ostwand des Heimathauses wurden die Teile wieder auf einem Podest zusammengefügt.

Das Wasserrad musste nun einer Reparatur unterzogen werden. Teile des Lagers der Antriebswelle waren beschädigt, die Befestigung des Rades auf der Welle war nicht mehr gesichert. Der Förderverein Feldmühle, der Wasserverband und der Heimatverein gingen nun zusammen mit einer Fachfirma daran, die notwendige Reparatur durchzuführen. Mithilfe eines Kranwagens wurde das Wasserrad angehoben, sodass die Arbeiten an der Welle und den Lagern durchgeführt werden konnten.

Das Rad kann sich nun wieder in der gewohnten Weise drehen. Die RWE unterstützt diese Maßnahme mit einer Zuwendung von 2000 Euro. Vorgesehen ist weiter, einen Rechen am Zufluss zum Wasserrad einzubauen, damit keine Fremdkörper das Rad beschädigen können. Außerdem soll der Wasserstand automatisch geregelt werden können.

Arbeit des Fördervereins ruht

Auf einer Mitgliederversammlung des Fördervereins Historische Feldmühle von 1729 im Heimathaus wurde beschlossen, die Vereinsarbeit zunächst ruhen zu lassen, da die eigentliche Arbeit des Vereins, nämlich die Restaurierung der Feldmühle mit Umbau zum Heimathaus abgeschlossen ist. Der Förderverein hatte maßgeblich diese Aufgabe unter Führung des kürzlich verstorbenen Vorsitzenden Rudolf Wiegmann bewältigt, an ihn wurde mit Dankbarkeit erinnert.

Zum neuen ersten Vorsitzenden des Vereins wählte die Versammlung den bisherigen Stellvertreter Friedmut Wurst, neuer Stellvertreter wurde Johannes Wessling. Beide werden künftig als kooptierte Mitglieder im Vorstand des Heimatvereins tätig sein.

Das noch vorhandene Vereinsvermögen erhält der Heimatverein mit der Zweckbestimmung für die Reparatur des Wasserrades.


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