Kalmlage: „Katastrophe“ B 214 bleibt in Bersenbrück weiter gesperrt

Von Martin Schmitz

Fertig, aber nur fast: Die Bauleitung hofft, dass die Restarbeiten an der Hauptzufahrt der B 214 zum Gewerbegebiet West in Bersenbrück bis Ende der Woche erledigt sind. Die Sperrung der Bundesstraße ist damit aber noch immer nicht beendet. Foto: Horst SchwitallaFertig, aber nur fast: Die Bauleitung hofft, dass die Restarbeiten an der Hauptzufahrt der B 214 zum Gewerbegebiet West in Bersenbrück bis Ende der Woche erledigt sind. Die Sperrung der Bundesstraße ist damit aber noch immer nicht beendet. Foto: Horst Schwitalla

Bersenbrück. Auch wenn viele Arbeiten auf der B 214 bis Ende der Woche erledigt sind, bleibt die Straße weiter gesperrt. Für Gewerbetreibende im Gebiet sei die Sperrung „eine Katastrophe“, sagt Thomas Kalmlage. „Das geht an die Substanz.“

Bauleiter Wolfgang Knopf vom Ingenieurbüro Tovar und Partner hofft, dass die innerörtlichen Arbeiten bis Ende der Woche so weit erledigt sind, dass auch die Kreuzung der Robert-Bosch-Straße/Werner-von-Siemens-Straße vollständig freigegeben werden kann. Dann wäre das Gewerbegebiet von der Bundesstraße aus wieder über zwei Kreuzungen erreichbar.

Die Erneuerung der Fahrbahn der Bundesstraße bis hinauf nach Ahausen soll Ende kommender Woche erledigt sein, teilt Cord Lüesse vom niedersächsischen Straßenbauamt in Osnabrück mit. Es müssten noch Markierungen aufgebracht werden. Das sei am Montag unmöglich gewesen, weil an diesem Tag Nebel geherrscht habe.

Doch selbst wenn die Fahrbahn außerorts wie geplant fertig werden sollte: An der Kreuzung Im Grunde am westlichen Stadtrand bleibt noch viel zu tun. Laut Bersenbrücker Bauamt dürfte sie frühestens Mitte November fertig werden. Und laut Knopf vom Büro Tovar und Partner muss für den Kreuzungsbau die Vollsperrung aufrechterhalten bleiben. Damit sitzt die Baustelle wie ein Pfropf im Flaschenhals, auch wenn außerorts wieder die B 214 bis zur B 68 befahrbar ist. Der Fernverkehr muss immer noch die Umleitung über Ankum und Alfhausen nehmen. Das Gewerbegebiet bleibt von Westen weiter nur indirekt zugänglich.

Das bedeute weitere Einbußen für Einzelhandel und Gewerbe im Bersenbrücker Westen, sagt Thomas Kalmlage vom Autohaus Kalmlage: „Das geht an die Substanz.“ Im Sommer hätte bereits die wochenlange Sperrung des Woltruper Kreisels dafür gesorgt, dass ein Teil seiner Kunden das Autohaus nicht mehr erreichen konnte.

Im September sei dann die Baustelle B 214 dazugekommen. Dilettantisch angekündigt mit einem Zettel, den ein Mitarbeiter der Baufirma in den Briefkasten geworfen habe. An einem Freitag, bevor am Montag die Straße gesperrt worden sei. Das städtische Bauamt habe versäumt, die Gewerbetreibenden über die Bauvorhaben und ihre Folgen zu informieren. „Bautechnisch war das eine Katastrophe“, sagt Kalmlage. Unter den Geschäftsleuten im Gewerbegebiet sie die Stimmung schlecht.

Die Stimmung habe sich auch nicht gebessert, als das Bersenbrücker Rathaus eine Presseerklärung lancierte, der zufolge die neue Ampel an der alten Bundesstraßenkreuzung nördlich des Stadtzentrums zumindest in Betrieb gegangen sei. Die war noch Teil eines großen Straßenbauprojektes aus dem Jahr 2015. Die Kreuzung wurde bis zum Wintereinbruch nicht fertig, im Frühjahr kam hinzu, dass die Fundamente für die neuen Ampelmasten fehlerhaft waren und neu gemachtwerden mussten.

Die Fertigstellung fast ein Jahr nach Termin in Bersenbrück-Mitte ändert auch nichts an der Situation im Bersenbrücker Westen. Deshalb sei ihm die Meldung aus dem Rathaus vorgekommen „wie eine Durchhalteparole“, sagt Kalmlage.