Dorfentwicklung Alfsee-Region Geld für Bauherren in Alfhausen und Rieste

Uwe-Kai Bendig (vorne links) und Michael Bürgel (rechts) vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) überreichen den Bescheid über die Anerkennung des Dorfentwicklungsplans an die Bürgermeister Klaus Wübbolding und Sebastian Hüdepohl (vorne, von rechts). Das freut auch Astrid Vieth sowie die Teilnehmer aus den Arbeits- und Projektgruppen. Foto: Margarete HartbeckeUwe-Kai Bendig (vorne links) und Michael Bürgel (rechts) vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) überreichen den Bescheid über die Anerkennung des Dorfentwicklungsplans an die Bürgermeister Klaus Wübbolding und Sebastian Hüdepohl (vorne, von rechts). Das freut auch Astrid Vieth sowie die Teilnehmer aus den Arbeits- und Projektgruppen. Foto: Margarete Hartbecke

Alfhausen. Das erste Paket zur Dorfentwicklung Alfsee-Region ist geschnürt. Jetzt wird es konkret, der Bescheid über die Anerkennung des Dorfentwicklungsplans liegt vor. Die Umsetzung kann beginnen: Seit der zweiten Bürgerversammlung können in Alfhausen und Rieste Förderanträge gestellt werden.

Uwe-Kai Bendig, Dezernatsteilleiter vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems (ArL), erläuterte auf der zweiten Bürgerversammlung am vergangenen Donnerstag, was und in welchem Umfang gefördert werden kann und worauf unbedingt geachtet werden muss. Aus drei verschiedenen Töpfen könnten Finanzmittel fließen. „Es wird gut Geld da sein. Deshalb macht es Sinn, Anträge zu stellen“, ermutigte er die Anwesenden und bat darum, diese Informationen auch weiterzutragen. Förderungswürdig seien zum Beispiel orts- und landschaftsbildende Gebäude, Wege und Plätze, land- und forstwirtschaftliche Bausubstanz, aber auch Basisdienstleistungseinrichtungen, Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und Senioren, also das, was vereinfacht mit Stein, Beton und Pflanzen umschrieben wurde. Doch auch Maßnahmen, die dem Zusammenwachsen der Region Alfsee dienten, sollten nicht außer Acht gelassen werden.

Förderregeln beachten

Wichtig sei, die Spielregeln für die Umsetzung der Förderung zu beachten. Uwe-Kai Bendig appellierte eindringlich an Private, das Gespräch mit der Gemeinde und dem ArL zu suchen, um sich frühzeitig zu informieren und fachlich und inhaltlich abzustimmen. In Kürze werde ein Umsetzungsbeauftragter ernannt, der private Antragsteller berate und unterstütze. Unbedingt zu beachten sei, dass keine Maßnahme begonnen werde, bevor die Bewilligung des Amtes für regionale Landesentwicklung vorliege. Stichtag für die Antragstellung sei jeweils der 15. Februar, bei Baudenkmälern gelten andere Termine.

Die Anträge werden im Rahmen der vorhandenen Haushaltsmittel nach einem bezirksweiten Ranking entschieden; die Qualität der Anträge sei entscheidend. Eigenleistungen seien zulässig, aber nicht förderfähig. Bei Anträgen durch Privatpersonen seien mindestens drei Vergleichsangebote abzugeben. Der Förderzeitraum endet am 31. Dezember 2024.

Leben und Arbeiten

Astrid Vieth vom Büro Ingenieurplanung Wallenhorst (IPW) hatte die Arbeit der Projekt- und Arbeitsgruppen in der Vorbereitungsphase begleitet. Auch sie stellte heraus, dass es nicht nur um den Bereich Steine und Beton gehe. Im Bereich Dorfgemeinschaft und Vereinsleben gehe es um das Leben und Arbeiten auf dem Lande. Als konkretes Beispiel nannte sie den geplanten Mehrgenerationengarten beim St.-Antonius-Stift in Alfhausen. Astrid Vieth warb dafür, auch ungewöhnliche Projekte anzusprechen. Eine Gemeinde aus dem Südkreis habe einen Begrüßungskorb für Zugezogene entworfen, der gefördert worden sei. Anhand von Bildern aus Neuenkirchen-Vörden, Schwagstorf und Menslage zeigte sie, wie im Rahmen der Dorferneuerung aus alten baufälligen Gebäuden wahre Schmuckstücke entstanden seien.

Bürgermeister Klaus Wübbolding aus Alfhausen und Sebastian Hüdepohl bedankten sich für das Engagement der Arbeits- und Projektgruppen, die auch weiterhin aktiv seien. „Lassen Sie uns das als Chance sehen für die Alfseeregion.“


Ansprechpartner

Ansprechpartner beim ArL Weser-Ems in Osnabrück sind Michael Bürgel, Telefon 0541/503-460, E-Mail: michael.buergel@arl-we.niedersachsen.de, Anna-Maria Gödecker, Telefon 0541/503-459, E-Mail: anna-maria.goedecker@arl-we.niedersachsen.de, Uwe-Heinz Bendig, Telefon 0541/503-456, E-Mail: uwe-heinz.bendig@arl-we.niedersachsen.de; Informationen im Internet: www.alfseeregion.de

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